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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eine Dorfaktion zum Vorzeigen

12.03.2019

Lintel /Hude Es ist vollbracht. Bis auf wenige Restarbeiten, wie das Installieren von Sitzgelegenheiten, sind die beiden Buswartehäuschen in der Bauerschaft Lintel in der Gemeinde Hude am Samstagmorgen fertig geworden.

Bei Schietwetter traf sich die Gruppe von neun Lintelern zusammen mit Zimmermann Uwe Precht zunächst am Wartehäuschen an der Linteler Straße gegenüber der ehemaligen Diskothek „Rock Paradise“. Von Hand zu Hand wurden die Dachziegel auf die Lattung gehoben. Uwe Precht sorgte dann für den passenden Sitz der Ziegel. Im Anschluss ging es zur Kreuzung Lindhorn/Schaftrift. Auch hier galt es, ein Buswartehäuschen einzudecken. Zeitlich genau passend, denn die Regenmengen waren am Wochenende doch sehr beachtlich. Dank eines Dachs über dem Kopf gab es trotzdem kein Land unter.

„Diese Aktion haben wir Linteler selber in die Hand genommen“, erklärte Renke Dählmann: „Einen Verein, der solche Angelegenheiten organisieren könnte, haben wir hier nicht im Dorf“ Für derartige Aktionen holen die Einwohner dann die Gemeinde mit ins Boot.

Tatsächlich waren seit Anfang des Jahres bis zu neun Dorfbewohner an den Samstagen aktiv geworden, um das Holz für die Wände zuzuschneiden und die Module zu verschrauben. Farbe musste als Wetterschutz aufgetragen und die Dacheindeckung vorbereitet werden. So gingen fünf Samstage jeweils mit einem halben Tag Arbeitszeit in die beiden schmucken Bauten. Die Ehefrauen steuerten die Verpflegung bei. Eine Dorfaktion für die Bewohner – vor allem die Kinder – mit Vorzeigeeffekt. Rund 30 Stunden pro Einsatz kamen so aufs Zeitkonto. Insgesamt waren es rund 200 Arbeitsstunden. Die Materialien finanzierte die Gemeinde.

In Lintel läuft die Dorferneuerung schon seit zehn Jahren. Das Projekt soll, wenn möglich, noch darüber laufen. In diesem Zusammenhang bedankten sich die Linteler auch für Werkzeug und Raum in der Werkstatt von Uwe Precht.

„Das hat die ganze Sache erleichtert. Sonst wäre es zu dieser Jahreszeit gar nicht möglich gewesen“, meinte Renke Dählmann. Vor zwei Wochen wurden die beiden kleinen Häuschen aufgestellt. Jetzt kam die „Vollendung“ in Form der Dachpfannen.

Natürlich soll die Fertigstellung mit einer kleinen Feier gewürdigt werden. Wann diese stattfinden wird, steht aber noch nicht fest. „Das werden wir uns noch überlegen“, hieß es aus der Runde.

Neben dem Bau übernimmt die Freiwilligen-Gruppe mittelfristig die Wartung der neuen Bushäuser. „Einmal im Jahr werden wir nach dem Rechten sehen und eventuell für Ausbesserungen sorgen“, waren sich Dählmann und Co. einig. Auf solche Bewohner darf die Gemeinde Hude stolz sein. Sie sind ein Beispiel dafür, wie Ehrenamtliche anpacken, wenn es um Belange in ihrem Ort geht.

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