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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Misstrauen liegt weiter in der Luft

17.05.2014

Großenkneten /Ahlhorn Der große Streit ist vorerst vorbei, mit den Nachwirkungen der einst geplanten Hähnchenschlachterei der Firma Kreienkamp und gleichzeitiger Erweiterung der Firma Heidemark in Ahlhorn beschäftigt sich die Politik in der Gemeinde Großenkneten weiterhin. Gleich vier Tagesordnungspunkte der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses befassten sich mit Flächennutzungsplanänderungen und Bebauungsplanänderungen des Gebietes um Heidemark.

Die ersten beiden Tagesordnungspunkte behandelten die ursprüngliche Planung: Nach dem „Aus“ für die Hähnchenschlachterei bleiben davon noch Änderungen bei dem Grundstück an der Cloppenburger Straße 32, das aus immissionsschutzrechtlichen Gründen dem Gewerbegebiet zugeschlagen werden soll. Außerdem geht es um eine Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft und ein neues Regenrückhaltebecken südlich des bestehenden Gewerbegebietes.

In dem von der Flächennutzungs- und Bebauungsplanänderung betroffenen Gebiet liegt auch die inzwischen errichtete Kläranlage der Firma Heidemark.

Um den Wunsch des Unternehmens, die Sparte Veredelung von Garrel an den Standort Ahlhorn umzusiedeln und dafür den Ahlhorner Betrieb zu erweitern, ging es in zwei weiteren Tagesordnungspunkten. Auch hier soll der Flächennutzungsplan geändert und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Dieser, so erläuterte Planer Joachim Mrotzek den Ausschussmitgliedern, erlaube es in Kombination mit einem Durchführungsvertrag sehr exakt abzustimmen, welche Nutzung auf dem Erweiterungsgebiet möglich ist und welche nicht – ein weiterer Schlachtbetrieb soll so ausdrücklich ausgeschlossen sein.

Genau in dieser Frage zeigten sich einige Ausschussmitglieder skeptisch: Ob das rechtlich wirklich sicher sei, wollte Carsten Grallert (Unabhängige) wissen. „Ich möchte nicht blamiert dastehen, wenn dort eine Fläche entsteht, auf der etwas möglich ist, was die Bürger mehrheitlich nicht wollen“, sagte Grallert. Auch Andrea Oefler (SPD) und Uwe Behrens (kommunale Alternative) waren vorsichtig. Zwar unterstützten alle Redner den Wunsch von Heidemark, die Veredelung nach Ahlhorn zu holen. Niemand wolle unterstellen, dass die Beteiligten andere Pläne hätten, als derzeit bekannt seien. Es müsse aber ausgeschlossen sein, dass die jetzigen Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt doch zu mehr Tierställen in der Gemeinde führen würden.

Am Ende sprach sich der Ausschuss einstimmig für die Darstellung der 76. Änderung des Flächennutzungsplanes aus. Diese Entscheidung zu den ursprünglichen Plänen muss noch von Verwaltungsausschuss (VA) und Rat bestätigt werden. Die zu dieser Änderung gehörende Bebauungsplanänderung, die ebenfalls noch von VA und Rat bestätigt werden muss, wurde mit einer Enthaltung (Andrea Oefler) und einer Gegenstimme (Uwe Behrens) befürwortet.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die 84. Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes aus. Für beide Pläne beginnt damit das Verfahren nach dem Baugesetzbuch.

Eine große öffentliche Aufmerksamkeit ist zu erwarten. Bereits in der Bürgerfragestunde zu Beginn der Ausschusssitzung forderten anwesende Bürgerinnen eine öffentliche Erläuterung der Firma Heidemark zu ihren Plänen. Bürgermeister Thorsten Schmidtke sagte zu, den Investor darum zu bitten.

Christian Quapp
Redakteur
Redaktion Bad Zwischenahn
Tel:
04403 9988 2630

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