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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

RUZ: Mit der Auslastung an der Grenze

09.01.2010

HOLLEN Nach rund sieben Jahren an der Spitze des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) Hollen hat Hilbert Grotelü-schen zum Jahreswechsel die Geschäftsführung an die bisherige Koordinatorin der RUZ-Projekte, Marina Becker-Kückens, abgegeben. Der Rückzug hat nichts zu tun mit den Querelen Ende vergangenen Jahres, als durch die Ankündigung der bürgerlichen Mehrheit im Delmenhorster Finanzausschuss, den jährlichen Zuschuss ans RUZ zu streichen, die Existenz der Einrichtung auf des Messers Schneide stand.

Gute Kooperation

„Das war schon seit mehr als zwei Jahren abgesprochen“, erklärte Grotelüschen am Freitag auf einer Pressekonferenz. Die Übergabe sei völlig problemlos vonstatten gegangen, da er ohnehin in der ganzen Zeit mit Marina Becker-Kückens eng zusammengearbeitet habe. „Unsere Schreibtische standen immer nebeneinander“, so Grotelü-schen.

Der 68-Jährige hat als Diplom-Forstwirt und Lehrer eine geradezu ideale Kombination für die Tätigkeit im RUZ, wobei das Thema Wald möglicherweise in Zukunft kaum noch von Bedeutung sein wird. Seit Jahresbeginn gibt es keine Forstleute mehr in den Regionalen Umweltzentren. Dafür stocken die Landesforsten ihr Personal in den eigenen Waldjugendheimen auf.Von dieser Zersplitterung der Kompetenzen hält Grotelüschen überhaupt nichts.

Sponsor fällt aus

Kurz nachdem Grotelü-schen die Geschäftsführung übernommen hatte, kam auf den Verein eine schwere Belastungsprobe zu. Durch die Insolvenz des Hauptsponsors Umweltschutz Nord musste 2004 eine Lösung für den RUZ-Standort gefunden werden. „Wir haben es innerhalb von sechs Wochen geschafft, den Kauf der Immobilie über die Bühne zu bringen“, ist Grotelüschen auch heute noch davon begeistert, wie viel Unterstützung es seitens der Behörden und Gerichte gegeben hat. „Das war einfach fantastisch.“

Inzwischen sei das RUZ Hollen an einem Punkt angekommen, an dem ohne zusätzlichen Platz, mehr Geld und weiterem Personal eine Ausdehnung der Arbeit nicht möglich sei, unterstrich Grotelüschen in seiner letzten Pressekonferenz. Die Zahl der jährlich durchgeführten Veranstaltungen hat sich bei rund 420 stabilisiert – das sind mehr als 2,5 Veranstaltungen pro Schultag.

30 Mitarbeiter

Im vergangenen Jahr wurden 129 Schulklassen aus dem Landkreis sowie 185 aus Delmenhorst betreut. Markanteste Veränderung: Gegenüber 2008 sank die Zahl der Delmenhorster Hauptschulklassen, die das RUZ besucht haben, von 37 auf drei. „Das ist uns auch erst beim Aufstellen der Jahresbilanz aufgefallen“, sagte Marina Becker-Kückens. Ein möglicher Grund: Die Hauptschulen hatten mit der Vorbereitung auf die Schulinspektionen so viel zu tun, dass für Ausflüge wenig Zeit blieb.

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Im vergangenen Jahr beschäftigte das RUZ insgesamt 30 Mitarbeiter. Deren Stellen wurden weit überwiegend durch akquirierte Projektmittel finanziert. Aus dem eigenen Etat wird lediglich die Halbtagsstelle für Marina Becker-Kückens bezahlt.

Ob die Arbeit unter diesen Bedingungen weiter möglich ist, bezweifelt Grotelüschen ausdrücklich. Man müsse über die Aufstockung auf eine volle Planstelle unbedingt nachdenken.

Wolfgang Loest Redaktionsleitung / Redaktion Ganderkesee
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