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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Reise: Mit der Ohrlampe ins Himalaya-Gebirge

30.09.2016

Wardenburg Die meisten Nepal-Touristen haben Wanderschuhe und Rucksack im Gepäck. Wenn Ole Günther am Sonntag in Richtung Südasien startet, hat er mit Trekking allerdings nichts im Sinn. In seinem Koffer sind Hörgeräte, Medikamente, Decken und Buntstifte.

Der 23-Jährige hat sich vorgenommen, im Rahmen seiner finanziellen und fachlichen Möglichkeiten als Hörakustikmeister auf eigene Rechnung in eines der ärmsten Länder dieser Erde zu reisen und drei Wochen lang seine Hilfe anzubieten. Auf Nepal aufmerksam wurde der Oldenburger durch die Eine-Welt-Gruppe in Wardenburg. „Ein Kollege hat mir davon berichtet, weil sein Großvater dort sehr aktiv ist“, erzählt Ole Günther, der in Wardenburg die Filiale eines Oldenburger Hörgeräte-Fachgeschäfts leitet. Mittlerweile ist Günther Mitglied der Wardenburger Eine-Welt-Gruppe, die seit vielen Jahren mehrere Projekte in Nepal betreut.

Einer der Kontaktpersonen vor Ort wird Ole Günther vom Flughafen in Nepals Hauptstadt Kathmandu abholen und dann mit ihm nach Siraha im Süden des kleinen Königreichsreichs fahren. „Hier wurde mit Hilfe der Eine-Welt-Gruppe eine Schule und ein Gehörlosenzentrum gebaut“, berichtet der 23-Jährige, dessen Reisen bislang nie über Europa hinaus führten.

In Siraha hofft Ole Günther auch, sein berufliches Wissen anbringen zu können. Rund 70 gebrauchte, aber aufgearbeitete und funktionstüchtige Hörgeräte hat sein Chef Peter Langer gesammelt und ihm mitgegeben, um hörgeschädigten Kindern und Erwachsenen das Leben zu erleichtern. „Ich will mein Wissen nicht aufdrängen, aber gerne helfen, wenn ich um Rat gefragt werde“, sagt der Hörakustiker bescheiden. Es interessiere ihn vor allem, „wie dort mit Menschen umgegangen wird, die körperlich eingeschränkt sind“.

Viele Privatpersonen, denen er von seiner geplanten Nepal-Reise berichtete, hätten ihm in den vergangenen Monaten Geld zugesteckt mit dem Auftrag, davon etwas zu kaufen, was vor Ort benötigt werde. Davon habe er unter anderem rezeptfreie Medikamente, Milchpulver und für die Kinder Stifte zum Malen besorgt, denn: „Die gibt es da nicht.“ Er freue sich bereits darauf, mit Kindern arbeiten zu können.

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Seinen Aufenthalt in Nepal will Ole Günther auch dazu nutzen, um zu sehen, wohin die Spenden aus Deutschland fließen. In Kathmandu wird er deshalb bei der Einweihung einer Schule dabei sein, die mit deutscher Hilfe gebaut wurde.

Auch wenn Ole Günther so viel wie möglich an Hilfsgütern in seinem auf 30 Kilogramm limitiertes Gepäck mitnehmen will, mit leerem Koffer kommt er jedenfalls nicht zurück. „Ich will für die Eine-Welt Gruppe Schals einkaufen, die sie dann in ihrem Laden anbieten kann.“

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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