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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mit Pioniergeist und Visionen stetig gewachsen

10.09.2015

Hollen Ohne Pioniergeist und jede Menge Idealismus wäre das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Hollen heute vermutlich nicht (mehr) da: Hatten die Verantwortlichen in der zweiten Hälfte der 90er Jahre, kurz nach der Gründung, noch dafür werben müssen, Schulklassen ins Haus zu bekommen, so sind heute von Lehrkräften und Schulleitungen Sätze zu hören wie „Juhu, wir haben noch einen Termin im RUZ bekommen!“.

offene Türen

Das 20-jährige Bestehen der Einrichtung wird am Sonnabend, 26. September, mit einem Tag der offenen Tür gefeiert, zu dem auch die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt erwartet wird. Der öffentliche Teil des Festes beginnt um 13.30 Uhr mit einer Führung über das Gelände.

So fing alles an: Der Ganderkeseer Rolf Dasecke, später für einige Jahre auch Geschäftsführer des RUZ, hatte zusammen mit zwei Lehrerkollegen vom Land Niedersachsen den Auftrag erhalten, für die Stadt Delmenhorst und den Landkreis ein Umweltbildungszentrum aufzubauen. Der ursprüngliche Plan, es auf dem Nordwolle-Gelände anzusiedeln, scheiterte. Durch gute Kontakte zur Ganderkeseer Verwaltungsspitze sei man auf das seit Jahren leer stehende Gebäude einer ehemaligen Uhrenfabrik in Hollen aufmerksam geworden, berichtete Rolf Dasecke am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ . „Es war klar, dass uns das Land Lehrerstunden zur Verfügung stellt. Aber die laufenden Kosten mussten gedeckt werden, und es fehlte eine Räumlichkeit.“

Unterstützer gefunden

Es sei schließlich gelungen, den damaligen Geschäftsführer von Umweltschutz Nord, Emmo Poetzsch, von der Idee zu überzeugen. Er erwarb das Gebäude und stellte es dem Trägerverein des RUZ Hollen zur Verfügung. Verhandlungen mit der Stadt Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg hatten zur Folge, dass für den Betrieb 100 000 DM im Jahr zugesichert wurden, die sich auf die Umweltzentren in Hollen und Hosüne (heute Außenstandort Huntlosen) aufteilten.

Bis das Gebäude saniert und bezugsfertig war, starteten die Pionieren mit „ambulanter Umweltbildung“. Im Schuljahr 1995/1996 war das. Mit drei stundenweise von ihren Schulen abgeordneten Lehrern und Revierförster Heino Tielking ging es los. Während Hilbert Grotelüschen und Tielking vor allem die klassischen naturkundlichen Themen abdeckten, sei Gerd Lüllmann ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz gewesen, erzählte Marina Becker-Kückens, die im Herbst 1995 als Pädagogische Mitarbeiterin im RUZ anfing und heute die Geschäfte führt. „Er wollte Schülern zeigen, wie Energie erzeugt wird. Das war der Grundstein unseres heutigen Energiesparprojekts.“

Schülerfirmen etabliert

Ähnlich visionär: Rolf Dasecke. Seine Schwerpunkte waren und sind Ökologie und Ökonomie. „Das RUZ Hollen ist die Keimzelle der Schülerfirmen“, so Dasecke in der Rückschau.

Der Fokus auf die Umweltbildung hat sich über die Jahre erweitert. „Heute geht es verstärkt um Nachhaltigkeit“, erklärte Marina Becker-Kückens. So spiele heute neben dem Energiesparen auch die Ernährung eine zentrale Rolle in der inhaltlichen Ausrichtung. Alle Grundschulen aus dem Landkreis und der der Stadt Delmenhorst seien regelmäßig im RUZ zu Gast. Aus den fünf Mitarbeitern der ersten Stunde wurden 30 bis 40, die – teils in Teilzeit – am RUZ tätig sind, unter ihnen ständig fünf Freiwilligendienstler sowie Absolventen von Master-Studiengängen. Etwas mehr als 100 000 Euro investieren die Stadt Delmenhorst und der Landkreis jährlich in die Einrichtung, weitere Mittel wirbt der Verein an Projekt- und Stiftungsgeldern ein.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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