• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mit Stützpfeilern zu altem Glanz

23.09.2016

Wardenburg Betreten der Baustelle für Unbefugte verboten. Eine Anweisung, die am Mittwochabend ignoriert werden konnte und ausdrücklich ignoriert werden durfte. Hinter der Tür mit dem Warnschild sah alles ganz anders aus: Die Orgel versteckt sich unter einer großen Holzbox, die Bänke sind gar nicht erst da. Die evangelisch-lutherische Marienkirche in Wardenburg ist eine einzige Baustelle. Eine Baustelle von großem Interesse – zahlreiche Bürger machten sich bei einer öffentliche Führung ein Bild der Innensanierung, die im Mai 2016 begonnen hatte.

Beim Betreten der Kirche fällt gleich auf: es ist heller geworden. Der Innenraum wurde mit einem neuen weiß angestrichen. „Wir haben extra eine Fläche unbehandelt gelassen, damit sie ein besseres Bild bekommen“, sagt Projektleiter Artur Saathoff vom Architektenbüro Angelis & Partner und deutet dabei auf einen dunklen Fleck an der Wand. Heller und schlichter wird auch die Empore werden, die in ihrer Substanz ebenfalls stabilisiert wird. Neben der Installation einer neuen Heizungsanlage steht aber die Restauration historischer Ausstattungsstücke im Zentrum der Innensanierung. „Wir haben auf dem Dachboden viele unbenutzte Gegenstände gefunden, wie zum Beispiel ein klassizistisches Altarretabel von 1793“, berichtet Saathoff. Dies soll im Altarraum des Gotteshauses wieder aufgebaut und mit einem neuen Farbkonzept aus der Zeit um 1800 versehen werden.

Kirchenhistorie im Überblick

Die Marienkirche wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Nach der Zerstörung 1538 wurde die Kirche 1578 unter Graf Johann VII. wieder aufgebaut.

Mit einer Orgel wurde die Kirche erst 1737 ausgestattet, die Empore kam 1800 dazu. Die Kanzel wurde 1841 errichtet. Die drei Totenschilde in der Kirche stammen aus den Jahren 1655, 1663 und 1719.

Der Turm wurde zwischen 1959 und 1960 an den Kirchenbau angefügt. Die damals weiße Kirche wurde dann mit einem Braunton angestrichen, um sich optisch besser an den Backsteinturm anzupassen.

Das heutige Kreuz aus Bronze wurde erst im Jahr 1985 zur Kirche hinzugefügt. Vorher war ein Kruzifix aus Holz im Altarraum zu sehen.

Insgesamt zehn Handwerksfirmen sind zur Zeit mit der Marienkirche beschäftigt – und das nicht nur in Wardenburg. Die Bänke werden zum Beispiel in Rastede restauriert und dann nachträglich wieder eingebaut. Das war auch nötig, damit der Fußboden der Kirche ebenfalls gereinigt werden konnte. „Wir sind froh, dass wir dieser schönen Kirche endlich ein neues Gesicht verleihen können und mit historischen Stücken etwas alten Glanz wiederherstellen“, sagt Achim Knöfel vom Oberkirchenrat.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Planungen für die Innensanierung der Kirche begannen bereits 2013. Im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt kosten die Baumaßnahmen 387 000 Euro von denen allein 235 000 Euro von kirchlichen Mitteln beglichen werden. Spenden sind darin ebenfalls enthalten. „Wer noch spenden möchte, kann sich gerne bei uns melden. Die Kirche ist ja ein Ort für uns alle und bestimmt möchte der ein oder andere noch etwas beisteuern“, sagt Pastorin Imke Gießing.

Der große Wahl-Check Oldenburg
Sagen Sie uns Ihre Meinung und sichern Sie sich im Anschluss die Chance auf 5x 100 €-Gutscheine für den Nordwest-Shop.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
Rufen Sie mich an:
04491 9988 2906
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.