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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Protest: ,Montagsspaziergang gegen Atomkraft‘ durch die Stadt

04.02.2011

WILDESHAUSEN Auf Initiative von fünf Wildeshauser Gymnasiasten findet am kommenden Montag, 7. Februar, in der Kreisstadt erstmals eine Demonstration gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland statt. Unter dem Motto „Laufzeiten abLAUFEN lassen“ soll auch danach immer an jedem ersten Montag im Monat kreativ Flagge gezeigt werden gegen die Kernkraft.

„Keiner erwartet, dass von heute auf morgen Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Aber den beschlossenen Atomausstieg 2020 gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung rückgängig zu machen und stattdessen Laufzeitverlängerungen einzuführen, akzeptieren wir nicht. Sich an der Demokratie mit seinen Rechten zu beteiligen, dazu fordern wir jede Wildeshauserin und jeden Wildeshauser auf!“ So lautet der Aufruf der fünf Gymnasiasten des Abiturjahrgangs zum kreativen und friedlichen Protest.

„In vielen Städten in Deutschland finden schon die so genannten ,Montagsspaziergänge gegen Atomkraft‘ statt, nur hier im Norden noch nicht. Das wollen wir ändern“, so Hannah Gryczan und Jan-Henning Wiese vom Organisationsteam.

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Los geht es am Montag, 7. Februar, um 17.30 Uhr mit einer kurzen Eröffnungskundgebung auf dem Marktplatz. Danach bewegt sich der Demonstrationszug durch die Innenstadt, über die Wittekindstraße, vorbei an Rewe, um um 18 Uhr beim Kreishaus innezuhalten. Anschließend soll der Zug über die Heem- und Westerstraße nach etwa einer Stunde wieder am Marktplatz eintreffen.

Überhören werde man die „Spaziergänger“ nicht, denn neben einigen Aktionen gibt es Musik, Sprechchöre und umgedichtete Lieder. „Der Protest soll Spaß machen“, bekräftigen die Schüler. Wer seine Fahne aus den 1980er Jahren nicht wiederfinde, könne auch gerne mit Trillerpfeife, Vuvuzela oder Konservendose erscheinen – hauptsache laut.

„Teilnehmen kann jeder“, betonen die Gymnasiasten, „dies ist eine Bürgerbewegung, zu der alle eingeladen sind, überparteilich, altersunabhängig und über die Stadtgrenzen hinaus.“

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