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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mühle auch für Zukunft erhalten

24.09.2011

HARPSTEDT Auf die Fahnen geschrieben hat er sich den Erhalt der frisch renovierten Windmühle im Flecken als Baudenkmal: Der „Harpstedter Mühlenverein“ ist am Donnerstag aus der Taufe gehoben worden und will nun Maßnahmen angehen, „um die langfristige Nutzung der Windmühle im Rahmen der Heimatpflege, Bildung, Wissenschaft, Kunst und Kultur zu gewährleisten“. So nämlich heißt es in der Vereinssatzung, die bei der Gründungsversammlung mit mehr als 20 Interessierten im Hotel Zur „Wasserburg“ einvernehmlich verabschiedet wurde. Erklärter Vereinszweck ist danach die Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalspflege. Dass sie dahinter stehen, bekundete das Gros der Versammelten noch am Gründungsabend: 16 von ihnen trugen sich auf Anhieb in die Mitgliederlisten ein, weitere Mitstreiter sollen in der nächsten Zeit hinzugewonnen werden.

Richter übernimmt Vorsitz

An der Spitze des Vereins steht Fleckenbürgermeister und Pastor Werner Richter, der wie seine Vorstandskollegen ohne Gegenstimmen ins Amt gewählt wurde. Erste stellvertretende Vorsitzende ist Andrea Schmökel, von Kindesbeinen an Harpstedterin; zweite Stellvertreterin ist Gästeführerin Anke Rüdebusch. „Es ist wichtig, dass man so was erhält und etwas drumherum bietet“, erklärte sie sich nach kurzem Überlegen bereit zur Übernahme des Postens. Um die Kasse kümmert sich Horst Hackfeld,Bankmitarbeiter und stellvertretender Bürgermeister; Schriftwartin ist Elisabeth Akkermann. Als beratendes Mitglied nimmt laut Satzung ferner der Mühlenbesitzer teil an künftigen Vorstandssitzungen. Auch die Gründung erlebte Müller Helmut Nienaber mit.

Vorbereitet und begleitet hatten die Versammlung noch Gemeindedirektor Uwe Cordes und Verwaltungsmitarbeiter Andre Mutke; künftig indes will sich die Verwaltung zurückziehen und die Verantwortung an den Verein übergeben. Cordes hob die Bedeutung der Mühle als „Wahrzeichen“ hervor und erinnerte an die erheblichen aufgewendeten Ge-meinde- und Fördermittel, um den Galerie-Holländer von Grund auf zu sanieren, sowie  an den geschlossenen Nutzungsvertrag mit dem Mühlenbesitzer: „Wenn man so viel Geld in die Hand nimmt, dann soll das Ganze auch vernünftig fortgeführt werden.“

Beitragshöhe noch offen

Der Verein will zügig in die Arbeit einsteigen: Für Anfang Oktober avisierte Richter das erste Vorstandstreffen, bis Anfang November wird eine Mitgliederversammlung angepeilt. Zu den ersten Aufgaben des Vorstands zählt es auch, die Eintragung des Mühlenvereins ins Vereinsregister sowie die Anerkennung der Gemeinnützigkeit zu verfolgen. Zudem ist eine wesentliche Frage noch offen: die Höhe der Mitgliedsbeiträge, aus de-nen sich der Verein zusammen mit Spenden finanziert. Laut Satzung entscheidet die Mitgliederversammlung, der Vorstand kann Vorschläge vorlegen. Die Verwaltung gab als Richtwert einen Jahresbeitrag von 24 Euro mit; anderen in der Runde indes war das zumindest zunächst zu viel – auch, um eine möglichst breite Bevölkerungsschicht für eine Mitgliedschaft und Mitwirkung zu gewinnen.

Wie der Mühlenverein künftig aktiv sein will, auch dazu gab es schon erste Ideen. Diskutiert wurde ein ins Spiel gebrachtes Mühlenfest, eventuell in Verbindung mit einer Einweihung der sanierten Mühle. Nienaber regte eine Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Vereinen und Anbietern an für eine kombinierte Veranstaltung. „Wir müssen die Mühle für die Leute interessant machen durch Greifbares“, plädierte Hans Jacobs für Aktionen „zum Anfassen“ gerade auch für Kinder; das Gründungsmitglied hat Erfahrung: Selbst ausgebildeter Windmüller, ist er für Mühlen im Museumsdorf Cloppenburg zuständig. „So kann es weitergehen“, freute sich Richter über die Anregungen: „Das wünsche ich mir, dass die Mühle neu ins Interesse der Menschen kommt. Dafür wollen wir unseren Teil tun.“

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