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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Dorfgeschichte: Munderloher Klinker war weithin bekannt

21.04.2012

MUNDERLOH An der nordöstlichen Gemeindegrenze zu Hude liegt die Bauerschaft Munderloh. Ursprünglich gehörte bis 1942 auch die Ansiedlung Sandtange dazu, die Ende des 18. Jahrhunderts im so genannten Munderloher Heidefeld entstand.

1249 wird ein „Ecbertus de Munderlo“ als Zeuge bei einem Hofverkauf des Grafen Otto von Oldenburg an das Kloster Hude genannt.

Vermutlich handelt es sich dabei um die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Munderloh, der 1999 das 750-jährige Jubiläum feiern konnte. Zweifelsfrei wird dagegen 1323 der Hofverkauf eines Johannes Droye in „Muderlo“ an das Kloster Hude beurkundet. 1489 sind in den Delmenhorster Steuerregistern vier Höfe in Munderloh erwähnt. Zweihundert Jahre später enthält die Landbeschreibung von 1681 sieben Hofstellen und bei der Brandkasse sind 1764 bereits zwölf Hofstellen genannt, 1825 waren es immerhin 45 Häuser.

Nachdem die Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte stetig angewachsen war, setzte sich Pastor Strackerjan aus Kirchhatten für den Bau einer eigenen Schule ein. Das 1749 erbaute Schulhaus wurde 1818 wegen steigender Schülerzahlen vergrößert und schließlich 1861 vollständig erneuert. Dieses Gebäude stand noch bis 1937 und wurde dann wiederum durch den heute noch vorhandenen Neubau am Schoolpat ersetzt.

Geprägt durch die Landwirtschaft veränderte sich das Ortsbild Anfang des 20.Jahrhunderts erheblich. Zunächst entstand am nördlichen Ortseingang eine Windmühle mit Sägerei, betrieben vom Gastwirt und Müller Stolle, heute das Gasthaus und Hotel „Zur Mühle“ der Familie Stolle. Weitaus älter ist die Gastronomie auf dem Geländes des „Landgasthaus Brüers“ am südlichen Ortseingang, das sich seit 1911 im Besitz der Familie Brüers befindet.

Das bedeutendste Bauwerk wurde 1912/13 errichtet, es war das „Munderloher Klinkerwerk“, das weit über die Grenzen der Gemeinde Hatten bekannt war. Trotz mehrerer Krisen und Modernisierungen konnte der Betrieb bis 1967 fortgeführt werden.

Viele Munderloher waren über viele Jahre dort angestellt. Munderloher Klinker und Formsteine wurden unter anderem nach Oldenburg, Delmenhorst und Bremen geliefert. Der von weitem sichtbare Schornstein des Klinkerwerks ragte noch bis 1974 aus dem Ortsbild hervor und wurde dann gesprengt.

Zwischenzeitlich existierte noch eine weitere Ziegelei, die „Munderloher Tonverwertung“. Als sie 1927/28 mit großem Aufwand errichtet wurde konnten ihre sieben Teilhaber nicht verhindern, dass sie nur kurze Zeit bestehen blieb und dann auf Abbruch verkauft werden musste. Es sollte sogar eine Feldbahn über Kirchhatten zum Bahnhof Sandkrug gebaut werden, wofür aufwendige Planungen aufgenommen, aber letztlich nicht mehr ausgeführt wurden.

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Am 29. April 1945 brannten in Munderloh durch die Gefechte zwischen der Deutschen Wehrmacht und den kanadischen Truppen mehrere Gebäude nieder, darunter auch die Mühle.

Bald nach dem Wiederaufbau setzte auch die Bebauung mit Wochenendhäusern ein und an der Autobahnanschlussstelle „Hatten“ entstand ein Gewerbegebiet.

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