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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

BFW: Nach Rosskur Fitness attestiert

18.12.2009

BOOKHOLZBERG Auf den ersten Blick erschrecken die Zahlen: Durch die Restrukturierung der Berufsförderungswerke Weser-Ems und Bad Pyrmont ist die Mitarbeiterzahl allein am Standort Bookholzberg binnen vier Jahren von 160 auf 100 gesunken. Auch die Auslastung ging spürbar zurück. Dennoch: Geschäftsführer Norbert Raasch strahlte bei seiner Bilanz nach der schmerzlichen Rosskur große Zufriedenheit aus. Das bfw sei fit für die Zukunft, sagte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Rückblende. Seit 2003 erschütterten massive Auslastungsprobleme und Millionenverluste das Haus von der Apfelallee. 2006 zog die Trägerin, die „Stiftung des Landes Niedersachsen für die berufliche Rehabilitation“, die Notbremse. Ihr Rezept: „Aus zwei mach’ eins“, die beiden kleinen und teuren Berufsförderungswerke in Bookholzberg und Bad Pyrmont sollten zu einem Haus verschmelzen.

Die Zusammenlegung, begleitet von der Unternehmensberatung BDO, begann am „Kopf“: „Zwei Geschäftsführer mit jeweils fünf, sechs Abteilungsleitern“ galten als zu teuer. Jetzt sollte ein vierköpfiges Team an der Spitze stehen: Norbert Raasch (Geschäftsführer), Perdita Engeler (Integration/Ausbildung), Günter Blase (Marketing/Fachdienst), Günter Lochno (kaufmännischer Bereich).

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Ohne Kündigungen

Insgesamt wurde die Mitarbeiterzahl beider Werke von 374 auf aktuell 207 verringert – „mit hoch sozialverträglichen Mitteln“, ohne betriebsbedingte Kündigungen, wie Raasch betonte. Hier und auch bei den Sachkosten habe man Beträge in Millionenhöhe gespart, gleichzeitig in eine neue, gemeinsame EDV investiert.

Neue Schwerpunkte

Parallel wurden die Ausbildungsschwerpunkte verändert. „Gesundheit“, „Wellness“, „Soziales“ wurden verstärkt da angeboten, wo bislang Technik (Bookholzberg) oder Druckberufe (Pyrmont) als Domänen galten. Ein Ziel: Soweit machbar, wurde das Alleinstellungsmerkmal in der Konkurrenz der insgesamt 28 deutschen Berufsförderungswerke angestrebt.

Und das Fazit? Das „neue“ bfw, so der Geschäftsführer, sei jetzt ein Wirtschaftsunternehmen, das um Teilnehmer werbe (und sie nicht mehr von Reha-Trägern zugewiesen bekomme). Es sei stark in der Integration in den ersten Arbeitsmarkt engagiert (früher: Monopol der Bundesanstalt für Arbeit) und fördere zunehmend Menschen auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit. Auch nehme das bfw jetzt Menschen mit psychischen Behinderungen auf.

„Vielleicht war es ein Glück, dass die Restrukturierung kam“, meinte Raasch. „Ein Subventionsmodell zu sein, wäre nicht gelungen.“

Norbert Raasch übergibt Stab an Jörg Barlsen

An der Spitze des bfw steht ein Wechsel bevor: Norbert Raasch, 65, wird den Stab als Geschäftsführer weitergeben an Jörg Barlsen (Bild), bislang Mitglied im fünfköpfigen Leitungsteam des Berufsbildungswerks Nordhessen. Der Sonderpädagoge wird ab 1. Mai ’10 Geschäftsführer sein.

Die Anmeldezahlen beim bfw steigen wieder. Vor der Krise hatten sich im Jahr 2002 am Standort Bookholzberg 394 Teilnehmer umschulen lassen wollen. 2005 erreichte die Zahl mit 205 einen Tiefstand, 2009 liegt sie (bislang) bei 313. Laut Netzplanung des Bundesarbeitsministeriums gibt es 368 Soll-Plätze.

Nach der Durststrecke schreibt das Berufsförderungswerk Bookholzberg/Bad Pyrmont in diesem Jahr laut Raasch erstmals wieder schwarze Zahlen. Nachdem während der Restrukturierung Rücklagen in Millionenhöhe entnommen worden seien, gelte es jetzt wieder Rücklagen zu bilden. Denn „die nächste Krise kommt auch wieder, und dafür müssen wir gewappnet sein.“Bild: BBW NORDHESSEN

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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