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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

2591 Tonnen Kohlendioxid einsparen

16.09.2017

Neerstedt /Dötlingen Einstimmig gab der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Dötlingen grünes Licht für ein ambitioniertes Energieprojekt in Neerstedt. Dort erhalten bereits 95 Haushalte Nahwärme aus der Biogasanlage der Firma „Naturwärme Neerstedt“ (NWN). Nun soll das Blockheizkraftwerk (BHKW) der Anlage optimiert und bis zu zwölf weitere Haushalte ans Wärmenetz angeschlossen werden. Auch die Staudengärtnerei Schachtschneider, die bereits heute mit einem Satelliten-BHKW angeschlossen ist, möchte stärker profitieren.

Die Anlage trage erheblich zur Minderung des Klimagases CO2 bei, wie Robert Wasser von der Ingenieurgesellschaft Energethik (Osnabrück) am Donnerstagabend im Ausschuss erläuterte. Es seien fossile Energiemengen in Höhe von etwa 14 000 MWh eingespart worden – das entspreche 233 Tanklaster mit Heizöl. Seit der Inbetriebnahme 2013 seien in Neerstedt etwa 1 Million Euro (Brutto) an Brennstoffkosten eingespart worden. Das entspreche 1821 Euro jährlich pro Haushalt, so Wasser. Durch die Beheizung in Neerstedt mit Nahwärme seien bei den Haushalten rund 792 000 Euro an Heizkosten angefallen. Das entspreche einer Einsparung von etwa 600 000 Euro. Die Neerstedter konnten 2591 Tonnen CO2 einsparen, so Wasser. Das entspreche dem Ausstoß von 1349 Autos bei einer jährlichen Strecke von 15 000 km.

Roggenschrot statt Mais

Nun soll die Anlage besser ausgenutzt und neue Kunden angeschlossen werden. Weiterhin plant NWN ein Projekt mit der Staudengärtnerei: Abwärme werde genutzt, um rund 1000 Kubikmeter Anzuchtboden zu hygienisieren. Durch eine Erhitzung auf 60 Grad würden die im Boden befindlichen Unkrautsamen abgetötet. Die Firma könne den kostspieligen Bezug von Torf einschränken. Anstelle der bisher in der Biogasanlage eingesetzten Maissilage sollen (aufgrund der höheren Gasausbeute) 1500 Tonnen Winterroggenschrot eingesetzt werden. Das entspräche 40 Hektar weniger Mais. Durch den Anschluss der zwölf potenziellen Wärmekunden steige der Anteil der regenerativ versorgten Immobilien in Neerstedt um vier Prozent. Insgesamt würde die Biogas-Produktion auf drei Millionen Kubikmeter ausgeweitet. Die zusätzlichen Wärmeabnehmer müssen mit einer Netto-Wärmemenge von 873 000 MWh im Jahr versorgt werden.

Sprecher aller Fraktionen bewerteten das Projekt als „grundsätzlich positiv“. Allerdings habe der Investor noch nicht alle Ausgleichmaßnahmen erbracht, obwohl die Anlage schon seit 2013 laufe. „Da muss etwas passieren“ betonte Rudi Zingler (SPD). Der Bauamtsleiter wies darauf hin, dass die Gemeinde mit den Antragsteller einen städtebaulichen Vertrag abschließen werde. Darin sei auch die Anpflanzung heimischer Gehölze enthalten. Claus Plate (FDP) regte einen Ortstermin an – auch bei der Staudengärtnerei Schachtschneider.

Radweg hat Priorität

Weiterhin sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, dass die im Haushalt 2018 vorgesehenen 244 000 Euro für einen Rundwanderweg in Ostrittrum für die Maßnahme „Umgestaltung der Rittrumer Straße“ verwendet werden. Damit kommt der Ausschuss dem Wunsch der Dorfgemeinschaft nach, für die der Radrundwanderweg durch die Ortschaften Geveshausen, Grand, Wehe, Rhade und Ostrittrum oberste Priorität hat. „Wir können das begrüßen. Der Weg ist sanierungsbedürftig“, so Claus Plate. Bürgermeister Ralf Spille wies darauf hin, dass es derzeit völlig unklar sei, wie teuer die Maßnahme wird. Ob und inwieweit eine Förderung im Rahmen der Dorferneuerung möglich ist, müsse ebenfalls noch geklärt werden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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