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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bis Mitte Januar den Standort festlegen

10.11.2017

Neerstedt /Dötlingen Bis Mitte Januar 2018 sollte geklärt sein, wo das „Haus der Begegnung“, auch als Kulturpavillon bekannt, im Dorf Dötlingen gebaut werden soll. Diesen Zeitrahmen haben Bürgermeister Ralf Spille und Bauamtsleiter Uwe Kläner am Mittwochabend genannt. Bis dahin haben alle Beteiligten „Zeit für Gespräche, Abstimmungen und Korrekturen“, betonten sie bei dem mehr als einstündigen Gespräch gegenüber Vertretern der Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung jetzt“, dass noch nichts in Stein gemeißelt sei. Anlass des Gesprächs war die Übergabe von 489 Unterschriften gegen den Pavillonbau im Dorfgarten/Landschaftsschutzgebiet sowie der Vorschlag, den Bau bei der Schule zu errichten (die NWZ berichtete).

Nächste Sitzung

Am Donnerstag, 16. November, ist das Projekt der Dötlingen-Stiftung wieder Thema in der nächsten öffentlichen Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses der Gemeinde Dötlingen. Ab 18 Uhr geht es im Rathaus um einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Sie setzt sich darin für ein Moratorium bei den Planungen für den Neubau ein und plädiert für die Einschaltung eines Moderators, um den Konflikt im Dorf zu lösen. Dieser Antrag hatte es Ende September nicht mehr auf die Tagesordnung des Rates geschafft, was seinerzeit eine Minderheit des Rates sowie Mitglieder der Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung jetzt“ scharf kritisiert hatten. Schon damals hatte Bürgermeister Ralf Spille angekündigt, dass der Antrag im Ausschuss beraten werde.

Eine Fläche hinter der Friedhofskapelle (in Richtung Walschenkampsweg) steht für den Neubau nicht zur Verfügung. Laut Bauamtsleiter Uwe Kläner gehört sie der Kirchengemeinde, die sie langfristig an die politische Gemeinde als Ausgleichsfläche verpachtet hat. In Kürze würde ein Obstbaumwiese angepflanzt.

Sowohl Spille als auch Kläner warben dafür, dass alle Beteiligten das Gespräch miteinander suchen – so die Initiative mit der Stiftung, aber auch mit den Fraktionen. Sie stellten erneut klar, dass der Rat über den Standort entscheidet, wobei eine zentrale Lage im Dorf gewünscht sei. Die Stiftung erhält die 1,5-Millionen-Euro-Spende von Detlef Knechtel und ist für Form sowie Nutzung zuständig.

„Wir sind sehr an Akzeptanz im Dorf interessiert“, sagte Kläner. Den Handzettel der Stiftung mit der Projektskizze bezeichnete er als „Wink mit dem Zaunpfahl“. Die Stiftung habe sich weit geöffnet beim Konzept für das „Haus der Begegnung“. Es soll für alle Dötlinger sein, „nicht zum Angucken, sondern auch zum Nutzen“. Spille ergänzte, dass es sich bis dato aber „definitiv“ nicht um ein Konzept für ein Mehrgenerationenhaus handele.

Kläner gab einen Überblick über den zeitlichen Ablauf für die notwendige Bauleitplanung. Von vier Planungsbüros wurden inzwischen Honorarangebote eingeholt. Es gehe um die Änderung der Abrundungssatzung im Bereich des Dorfgartens und der Ausweichparkplätze „Zur Loh“. Letztere waren bei der Anlage seinerzeit noch nicht beordnet worden, was jetzt nachgeholt werden müsste. Dafür wird das Planungsbüro beauftragt.

Nächster Schritt sei in Kürze der Abschluss des städtebaulichen Vertrags mit der Stiftung einschließlich Übernahme der Planungskosten. Für Anfang Dezember will sich die Verwaltung mit dem Planungsbüro und der Stiftung zusammensetzen. Im Januar peilt sie den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss für die vierte Änderung der Abrundungssatzung von Dötlingen und die 27. Änderung des Flächennutzungsplans an. Bis dahin müsse der Standort feststehen, mit dem weiter geplant werde.

Nach dem Ratsbeschluss im März 2018 folgt das übliche Verfahren: frühzeitige Trägerbeteiligung mit öffentlicher Auslegung, Auswertung der Anregungen und Bedenken sowie erneute öffentliche Auslegung Mitte/Ende Mai. Im August/September würde der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss die Ergebnisse beraten. Im September könne der Rat womöglich den Satzungsbeschluss fällen.

Parallel würde das Verfahren zur Löschung von Teilen des Landschaftsschutzgebietes laufen. Uwe Kläner berichtete, dass es zwei Termine mit dem Landkreis gegeben habe. Dabei habe die „Führung des Landkreises“ es für sinnvoll gehalten, den Neubau möglichst zentral im Dorf zu bauen. Einen Neubau am Rande des Landschaftsschutzgebietes sei dagegen beim Kreis auf großen Widerstand gestoßen.

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Haus der Begegnung