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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wenn die Maisernte zur Geduldsprobe wird

10.10.2017

Neerstedt /Haschenbrok Zwei Sturm-Tiefs sind in den vergangenen Wochen über den Landkreis Oldenburg hinweggefegt: Am 13. September „Sebastian“, am vergangenen Donnerstag „Xavier“. Bäume sowie Häuser nahmen Schaden – und auch ein Teil des Mais.

Der Blick über mehrere Felder, unter anderem in der Gemeinde Dötlingen, zeigt: Ein Teil der Maispflanzen liegt nahezu waagerecht auf dem Boden. Einige Pflanzen blieben liegen, andere richteten sich von selbst wieder auf. Betroffen von dem Sturm war auch das Maisfeld in Haschenbrok von Jürgen Seeger, Landwirt und Erster Vorsitzender des Kreislandvolkverbands Oldenburg. Von sieben Hektar lag auf drei Hektar Fläche der Mais auf dem Boden, erzählt er auf Nachfrage. „Außen stand der Mais, in der Mitte lag er.“

Gefahr durch Schimmel

Weshalb einige Pflanzen dem Sturm standhielten und andere nicht? „Das ist sortenbedingt. Es gibt anfällige Sorten, die nicht so stabil sind“, sagt Seeger. Mit dem Sturm-Tief Xavier in der vergangenen Woche drohte der Mais ein weiteres Mal umzuknicken. Er habe nicht unterscheiden können, welche Pflanzen von „Sebastian“ und welche von „Xavier“ umgerissen worden seien, sagt Seeger. Der Mais sei dieses Mal aber nicht so stark umgeknickt wie beim ersten Tief. Erschwerend zu den Sturmfolgen kommt der starke Niederschlag. Der durchweichte Boden erschwert das Fahren der Landwirtschaftsmaschinen, erklärt Seeger. Hinzu kamen am Donnerstag die umgeknickten Äste und Bäume, die auf dem Feld beseitigt werden mussten.

Der liegende Mais muss zügig geerntet werden. „Durch die Feuchtigkeit bildet sich sonst möglicherweise Schimmel“, schätzt Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands. Auch ist ein Problem, dass einige Maispflanzen noch nicht ausgereift waren, ergänzt er.

Wie hoch oder niedrig der Ertrag ausfallen werde, könne man jetzt noch nicht genau sagen. Er schätzt aber, dass er „einigermaßen gut“ ausfallen werde. Auch Landwirt Seeger kann noch keine Prognose abgeben. Auf seinem Feld könne der Verlust bei fünf bis zehn, auf anderen Feldern bis zu 30 Prozent liegen – alles nur Schätzungen, bei genauen Angaben hält auch er sich zurück. Gut 14 Tage früher als üblich mussten die Landwirte bedingt durch Sturm-Tief Sebastian mit der Ernte anfangen. Das sei aber noch in Ordnung, betont Seeger.

„Schwieriges Erntejahr“

Die Schwierigkeiten, die es durch das Wetter bei der Maisernte gibt, macht Wiebke Spille vom Lohnunternehmen Kuhlmann in Neerstedt deutlich. Zwar sei die Technik der Maschinen so gut, dass die meisten liegenden Pflanzen geerntet werden könnten. Allerdings müssten die Häcksler deutlich langsamer über das Feld fahren. Rund 30 bis 50 Prozent mehr Zeit als üblich nehme die Ernte ein, schätzt sie. Hinzu kommt das Problem, dass die liegenden Pflanzen nur von einer Seite angefahren werden können. Spilles Bilanz fällt unterm Strich nüchtern aus: „Es ist ein schwieriges Maisernte-Jahr.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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