• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 6 Minuten.

Weite Gebiete betroffen
EWE-Störung – Großleitstelle meldet Entwarnung

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fairtrade: „Nervennahrung“ ist der Renner

05.05.2017

Sandkrug Der Zucker hatte es bislang am schwersten im Fairtrade-Regal. „Der lief eher schlecht“, sagt Edeka-Markt-Pächter Karl Uphoff. Jetzt stehen die Tüten etwas niedriger, und der Verkauf läuft paradoxerweise besser. Doch es gibt auch richtige Renner. „Schokolade und der Bio-Wein, die sind sehr begehrt“, verrät Uphoff.

Start auf Sandyfest

Mit seinem Angebot in dem großen Markt an der Astruper Straße unterstützt er die aktuelle Fairtrade-Town-Kampagne in der Gemeinde Hatten. Nach dem spontanen Start im Vorjahr – Initiator Gerhard Suffert stellte sich mit einem Stand beim Sandy­fest auf – lief zunächst alles glatt. In der Gemeindeverwaltung und auch im Rat stieß Suffert auf offene Türen. Der Rat beschloss am 8. Februar dieses Jahres, dass künftig im Rathaus fair gehandelter Kaffee, Tee und Kakao ausgeschenkt werden.

Über 3000 Produkte mit Fairtrade-Label

Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 42 000 Geschäften. Über 20 000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. Mehr als 300 Lizenzpartner bieten über 3000 Fairtrade-Produkte an, darunter Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen, Zucker und Textilien aus Fairtrade-Baumwolle.

Der Verein „TransFair“ (Fairtrade Deutschland) handelt als unabhängige Organisation nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte in Deutschland und will so das Bewusstsein für einen nachhaltigen Konsum fördern.

Allein beim Kaffee gibt es aktuell 523 verschiedene Marken und Sorten, die das Label Fairtrade tragen. Hier den Überblick zu bewahren, dabei hilft ein Produktfinder im Internet.  

Mehr Infos unter www.fairtrade-deutschland.de/einkaufen/produkt-finder

Was jetzt noch fehlt, ist neben der Unterstützung durch Gemeinde und Handel mindestens ein gastronomischer Betrieb. Er müsste sich schriftlich verpflichten, mindestens zwei Fairtrade-Produkte seinen Kunden anzubieten. Das könnte ein langwieriger Prozess werden, schließt Suffert nach ersten Gesprächen nicht aus. „Wir müssen da wohl noch Überzeugungsarbeit leisten.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Was motiviert den Sandkruger, der in der Steuerungsgruppe die Gruppe der Bürger vertritt? „Wir müssen den Menschen und Produzenten in ihren Heimatländern helfen“, sagt er. Davon ist er angesichts der großen Flüchtlingsbewegungen mehr denn je überzeugt. Ein fairer Preis für Produkte, der auch den Erzeugern in der Dritten Welt eine bessere wirtschaftliche Grundlage gibt, ist der Weg.

Der Weg zur Fairtrade-Gemeinde beziehungsweise zur Fairtrade-Town soll keine reine politische Showveranstaltung sein. Deshalb ist eine Steuerungsgruppe vorgeschrieben, die die gesamten Aktivitäten vor Ort koordiniert, die treibende Kraft ist und der Vernetzung innerhalb der Kommune dient. Neben Bürgern wie Gerhard Suffert ist auch die Landwirtschaft vertreten: durch Maren Meyer aus Wiemerslande. Außerdem macht die Flora-Apotheke in Sandkrug mit. „Wir bieten vor allem Kosmetika unter dem Siegel Fairtrade an“, sagt Mitarbeiterin Lena Ehlers.

Mitstreiter erwünscht

Abgerundet wird die Gruppe durch Kommunalpolitiker (Helmut Rücker, Johannes große Beilage, beide Grüne, Gerrit Edelmann, SPD) und Christian Pundt. Letzterer allerdings nicht in seiner Funktion als Bürgermeister, sondern „als Privatperson“, wie er selbst betont. Weitere Interessenten sind willkommen und können sich bei Gerhard Suffert ,Telefon  04481/4 62, melden. Im Herbst, davon geht der Initiator aus, könne offiziell der Antrag auf Anerkennung als Fairtrade-Town gestellt werden.

Langfristig will die Steuerungsgruppe sogar noch weiter gehen. Auch regionale Produkte, wo es sie denn gibt, verdienten es, unterstützt zu werden, ist sie überzeugt.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2731
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.