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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nestsuche: Nicht alle fliegen auf den Storch

22.09.2016

Schönemoor Erlebt der Storch in Schönemoor eine Bruchlandung? Mit seinen Plänen, Meister Adebar im Norden der Gemeinde Ganderkesee Quarttier zu verschaffen, hat der Orts- und Verkehrsverein Schönemoor jedenfalls scharfen Gegenwind entfacht. Die Windpark Fritzenberg GmbH, in der sich überwiegend örtliche Investoren zusammengeschlossen haben, um im geplanten Windpark Sannauer Helmer drei Windenergieanlagen zu betreiben, hat sich in Schreiben an den Verein und an die Gemeinde eindeutig gegen die Absichten ausgesprochen.

„Nichts verhindern“

Harm Ehlers, 2. Vorsitzender des Orts- und Verkehrsvereins, ist von dem Widerstand ziemlich überrascht: „Wir wollen doch gar nichts verhindern“, betont er. „Wir wollen auch keine Störche anlocken, die sind ja schon da.“ Wie berichtet, hatte der Verein kürzlich Vertreter der Gemeinde und örtliche Landwirte eingeladen, um unter der Führung des Berner „Storchenvaters“ Udo Hilfers nach geeigneten Plätzen für die Nester zu suchen. Drei Standorte wurden festgelegt, wobei auf mögliche Kollisionen mit vorhandener Infrastruktur – Hochspannungsmasten etwa – schon geachtet wurde.

Und auch dem Windpark wollten die Storchenfreunde nicht zu nahe kommen. Der nächstgelegene Nest-Standort habe einen Abstand von rund einem Kilometer zu den Windenergieanlagen, sagte Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken auf Nachfrage der NWZ. Die Gemeinde Ganderkesee halte die Initiative des Orts- und Verkehrsvereins für eine gute Idee. „Es gibt eine Beschlusslage für den Windpark, das bedeutet aber nicht, Aktionen zum Landschafts- und Naturschutz zu unterlassen“ – das, so die Bürgermeisterin, habe Peter Meyer, Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung, den Windpark-Investoren auf deren Schreiben geantwortet.

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Konzept in Vorbereitung

Der Landkreis Oldenburg wird im Zuge des Genehmigungsverfahrens für die nächsten zwei Windenergieanlagen ohnehin ein Weißstorch-Konzept in Auftrag geben, gemeinsam mit dem Landkreis Wesermarsch. Ob neue Storchenpopulationen einen Einfluss auf das Verfahren haben, könne er noch nicht sagen, erklärte Thorsten Stuhr, stellvertretender Leiter des Bauordnungsamtes beim Landkreis. Er rechnet jedenfalls noch in diesem Jahr mit einer Genehmigung der beiden Anlagen.

Harm Ehlers ist bemüht, die Wogen zu glätten. Der Orts- und Verkehrsverein hat alle Interessierten und beteiligte Behörden zu einer Versammlung am Montag, 10. Oktober, ab 20 Uhr in der Gaststätte Bücking in Schiffstede eingeladen – auch die Windpark-Investoren. „Die haben sogar das erste Rederecht“, versicherte Ehlers. Am Mittwoch hielten sie sich noch mit Äußerungen zurück: Gerd Schütte, Sprecher der Windpark Fritzenberg GmbH, wollte zu dem Thema „erstmal nichts sagen“.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
Rufen Sie mich an:
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