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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nicht jedes zappelige Kind ist gleich hyperaktiv

13.11.2008

WüSTING „Zappelphilipp und Träumersuse – sind ADS, ADHS und Hyperaktivität bei Kindern nur Mode-Erscheinungen?“ Dieser Frage ging der Landfrauenverein Wüsting am Dienstagabend mit einem Vortrag im Wüstenlander Hof nach. Referiert wurde zu diesem Thema von Petra Abels, Lernverhaltens- trainerin und Elterncoach aus Osterholz-Scharmbeck.

Der Vortrag vor den rund 30 Zuhörerinnen begann mit einem Überblick über neurobiologische Entwicklungen bei Kindern. Daraus wurden die möglichen Verhaltensauffälligkeiten bei Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen abgeleitet, und abschließend gab Abels praktische Tipps zur Hilfe für Elternhaus und Schule. ADHS bzw. ADS (Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom) wird eine schon im Kindesalter beginnende psychische Störung genannt. Symptome sind Aufmerksamkeitsschwäche, impulsives Verhalten und manchmal auch Hyperaktivität.

Petra Abels Vortrag wurde keine Sekunde langweilig, die Referentin trug mit viel Spaß, viel Humor und in einem rasanten Tempo das ihr am Herzen liegende Thema vor: „Fakt ist: Ich werde keine Pause machen und ich brauche keine Pause. Für Raucher werde ich gerne die neurobiologischen Zusammenhänge zur Nikotinabhängigkeit aufzeigen.“

ADHS sei natürlich keine Modeerscheinung, so die Referentin, sondern konnte in der Vergangenheit mangels Wissen nur noch nicht so gut erforscht werden wie jetzt.

Dabei sei bei weitem nicht jedes zappelige und unaufmerksame Kind hyperaktiv bzw. hat ADHS. Es gebe klare Richtlinien, sagte Petra Abels, nach denen die Krankheit diagnostiziert werden muss. Oftmals würden auch andere Auffälligkeiten schnell unter der dem Thema ADHS „abgestempelt“.

Wenn es sich klar um ADHS handele, unterstütze sie in jedem Fall die medikamentöse Behandlung, so Petra Abels. Alles andere sei fast schon unterlassene Hilfeleistung. Dazu führte sie Beispiele an, in denen ein Mädchen selbst beschreibt, wie es ihr mit der Krankheit und in Behandlung geht. Zudem zeigte Petra Abels Schriftbilder von Kindern vor und nach der Behandlung mit Medikamenten.

Der Vortrag war sehr gut strukturiert, sehr verständlich vorgetragen – für Fragen war immer Raum und Zeit. So nahm jeder etwas für sich mit nach Hause. Zustande gekommen war der Kontakt zur Referentin über eine Mutter aus dem Landfrauenverein, deren Kind ebenfalls betroffen ist und sich in Behandlung bei Petra Abels befindet.

In der Vortragsreihe der Wüstinger Landfrauen folgen weitere interessante Themen, wie z. B. „Neid unter Frauen, wie gehe ich mit Neid um?“. Weitere Informationen gibt Elke Stenzel, 04484/501.

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