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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nordenholz ist „Huder Schmelztiegel“

07.06.2007

NORDENHOLZ Nordenholz ist seit Jahrzehnten dreigeteilt. Der Ortsverein tut vieles, um Alt-Nordenholz, Langenberg und die Ladillen zu verknüpfen.

Von Kristian KLooß

„Nordenholz ist keine Bauerschaft“, sagt Rolf Schote. „Eine Bauerschaft, das sind fünf Bauern, die beisammen stehen und über Schweinepreise schnacken“, fügt der Vorsitzende des Nordenholzer Ortsvereins hinzu. Rolf Schote nimmt es genau, als Vorsitzender des Ortsvereins ebenso wie als Vorsitzender des Schützenvereins Langenberg. Diese Vereine prägen – ähnlich wie in anderen Huder Bauerschaften – das Leben der Nordenholzer.

Schon 1920 gründete sich der Schützenverein Langenberg, der sich über den Schießsport hinaus auch alljährlich zum Beispiel um Grillfeste, Aalessen, Skat- und Knobelabende verdient macht. Daneben gibt es auch den Jahrzehnte alten Singkreis Langenberg, der immer noch das „MGV“ – also Männergesangverein – im Namen trägt, obwohl mit Chorleiterin Helgard Grebenstein und der Vorsitzenden Edith Schwarting längst die Frauen den Taktstock in der Hand halten. Im vergangenen Jahr machte der Singkreis durch Auftritte unter anderem beim Familienball zu Gunsten der Diakonie-Sozialstation, beim Hasbruch-Singen oder als Ausrichter des Gemeindesängerfestes von sich hören. Und auch in diesem Jahr ist wieder vieles plant. So zum Beispiel ein Austausch mit Hudes befreundeter polnischer Gemeinde Szamocin.

Von besonderer Bedeutung für die Nordenholzer ist in diesem Jahr jedoch die Arbeit ihres Ortsvereins. Denn im Zuge der „Verbunddorferneuerung Hasbruch“ gehört die Bauerschaft nördlich des alten Waldes zu den auserwählten Dorfschönheiten der Region – neben Vielstedt, Nordenholzermoor, Hohenböken und Grüppenbühren.

Jetzt stellt sich die Frage, wo und wie man Nordenholz noch schöner gestalten kann. Doch Diskussionsbedarf gibt es kaum: die Liste der Verbesserungswünsche ist kurz. Und ganz oben steht bei fast allen Einwohnern die alte Nordenholzer Schule, deren Zustand von den Anwohnern beklagt und deren Verwendung diskutiert wurde, seitdem sie die Gemeinde Anfang der 80er-Jahre geschlossen hatte. Zwischenzeitlich diente sie als Asylheim, später war in ihr der Waldorfkindergarten untergebracht. „Inzwischen hat der Landkreis 400 000 Euro investiert, um sie wieder zu beschulen“, sagt Rolf Schote. Im Verlaufe dieses Jahres soll es – nach einigen Aufschiebungen – endlich so weit sein.

Die Wiederbeschulung der Nordenholzer Schule ist für Rolf Schote nur der zwischenzeitliche Schlusspunkt einer Entwicklung, die der Ortsverein seit seiner Gründung vor gut einem Jahrzehnt angestoßen hat. „Das Problem war lange Zeit, dass Nordenholz aus drei Gruppen besteht; erstens aus der Bauerschaft Alt-Nordenholz, die unmittelbar am Hasbruch liegt, zweitens aus dem Ortsteil Langenberg, der immer geprägt war durch Handwerk, Handel und Industrie und drittens von den Siedlungsgruppen, den Ladillen, die seit Ende der Vierziger Jahre durch den Zuzug der Kriegsvertriebenen entstanden sind. Unsere Aufgabe als Ortsverein haben wir immer darin gesehen, diese Strukturen zusammenzuführen“, sagt Schote. Und er ist mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden: „Immer mehr Leute machen jetzt auch mehr miteinander.“

Dem zweiten großen Ziel des Ortsvereins, die heimatlichen Traditionen zu pflegen, stehen mitunter wirtschaftliche Zwänge entgegen. Ein Beispiel sind die Nordenholzer Bauern. Denn es gibt keinen Vollerwerbsbetrieb mehr in Nordenholz. Viele Ländereien sind an größere Landwirte in der Umgebung verpachtet. „Nach dem Krieg hatten wir noch zwanzig, dreißig richtige Bauern“, erinnert sich Rolf Schote.

Zumindest etwas Licht sieht er. „Die Höfe sind zum größten Teil an Privatleute verkauft worden. Diese haben dann oft renoviert oder umgebaut. Die Struktur der alten Bauerschaft ist daher toll erhalten geblieben.“

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