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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Sannauer Hellmer: Nur drei Einwände gegen den Windpark

05.06.2015

Schönemoor /Lemwerder Der Protest hielt sich in Grenzen: Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den geplanten Windpark Sannauer Hellmer, der sowohl in der Altgemeinde Schönemoor wie in der Gemeinde Lemwerder gebaut werden soll, sind lediglich drei Einwendungen beim Landkreis Oldenburg eingegangen. Das teilte Torsten Stuhr, stellvertretender Leiter des Bauordnungsamtes im Kreishaus, auf NWZ-Anfrage mit. Der Kreis ist zuständig für das sogenannte immissionsrechtliche Verfahren.

Zwei Anlieger hätten den Abstand zur Bebauung, die zu erwartenden Lärmimmissionen und den Schattenwurf moniert, sagte Stuhr. Der dritte Kritiker, die Ortsgruppe im Naturschutzbund Deutschland (Nabu), habe auf die Gefährdung der Zugvögel aufmerksam gemacht.

Bei der öffentlichen Erörterung der Einwendungen im Kreishaus sei kein Vertreter der drei Kritiker erschienen.

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In dem Bereich an der Kreisgrenze zwischen der Wesermarsch und dem Landkreis Oldenburg möchte die „Windfarm Ganderkesee-Lemwerder GmbH“ (Oldenburg) sechs Windenergieanlagen betreiben, die „Windpark Fritzenberg GmbH & Co. KG“ (Ganderkesee) plant drei Anlagen.

Darüber hinaus beantragten drei Firmen um die „WindGuard Forschungs WEA Ganderkesee GmbH & Co. KG“ fünf Windräder, drei davon zu Forschungszwecken.

Bereits im Vorjahr haben die Investoren die artenschutzrechtlichen Belange erfüllt. Wie Gerd Schütte, Sprecher der Windpark Fritzenberg GmbH, sagte, sei nun „ein weiterer, wichtiger Mosaikstein“ gesetzt worden.

Die Sache ist kompliziert: Im Zuge des Genehmigungsverfahrens für Windkraftanlagen auf Lemwerderaner Gebiet hatte das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung eingewandt, dass die Windräder in einem Umkreis von 15 Kilometern um den Flughafen Bremen die dortige Navigationsanlage stören könnten.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg hat die Sache an das Verwaltungsgericht Oldenburg zurückgegeben. Doch im Hauptsacheverfahren gab es bisher keine mündliche Erörterung (die NWZ  berichtete).

Die Landkreise Oldenburg und Wesermarsch sind von dem juristischen Tauziehen ebenfalls abhängig. Es könne keine Baugenehmigung erteilt werden, bevor die Entscheidung des Gerichts nicht vorliegt, erläuterte Torsten Stuhr. Hoffnung gebe es für die Investoren aber aus anderer Richtung: Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO überarbeite derzeit ihre Richtlinien. Danach wäre die Verringerung des Radius von 15 auf zehn Kilometer denkbar – der Klage des Bundesamtes fehle damit die inhaltliche Berechtigung.

Die Investoren seien glücklich, wenn das jahrelange Verfahren zeitnah zum Abschluss gebracht werden könnte, sagte Gerd Schütte. Trotz aller Widrigkeiten blieben alle 23 Familien der Windpark Fritzenberg GmbH „bei der Stange“.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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