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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Logopädie: Ohne Probleme mehrsprachig aufwachsen

06.03.2014

Ganderkesee In vielen Familien in Deutschland wachsen die Kinder heutzutage mehrsprachig auf, bedingt auch durch Migration. Die Kinder lernen neben der Erstsprache auch noch Deutsch. Das Problem dabei: „Häufig werden Sprachentwicklungsstörungen bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern nicht erkannt, weil man denkt, die Probleme entstehen durch das Erlernen der zweiten Sprache“, erläutert Dagmar Pelinka, Logopädin aus Delmenhorst. Dabei betrifft eine Sprachentwicklungsstörung immer alle Sprachen und somit auch die Erstsprache.

Tag der Logopädie

Der Europäische Tag der Logopädie findet seit 2004 jährlich am 6. März statt und steht dieses Mal unter dem Motto „Mehrsprachigkeit: Chancen nutzen!“

Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädenverbände, deutscher Vertreter ist der dbl (Deutscher Bundesverband für Logopädie).

Eine Expertenhotline für Eltern und Interessierte ist heute zwischen 17 und 20 Uhr unter Telefon  01805/353532 erreichbar.

Elternfragebögen zur Einschätzung der Sprachentwicklung und weitere Informationen unter

www.dbl-ev.de

Anlässlich dieser Problematik lautet das Motto des an diesem Donnerstag stattfindenden Europäischen Tages der Logopädie: „Mehrsprachigkeit: Chancen nutzen!“. Eltern sollen über die Aspekte der Sprachentwicklung aufgeklärt und auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Auch Thomas Zimmermann, Logopäde aus Ganderkesee, kennt sich in der Thematik aus. Es sei durchaus kein Nachteil für Kinder, mehrere Sprachen gleichzeitig zu erlernen. „Das dachte man zwar lange Zeit, aber es kann sogar von Vorteil sein“, betont er. Wichtig sei, dass die Eltern sich richtig verhalten. „Die Eltern sollten in der Sprache mit dem Kind sprechen, die sie am besten können, auch wenn das nicht Deutsch ist.“

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Laut Pelinka ist einzig die sprachliche und kommunikative Anregung wichtig. Die gehe aber in der heutigen Zeit oftmals durch die Medien verloren. „Die Kinder verlieren ihr Sprachvorbild, wenn in den Familien nicht mehr miteinander gesprochen wird“, erklärt Pelinka. Um auch mehrsprachige Familien zu unterstützen, gibt es mittlerweile zahlreiche Maßnahmen. Unter anderem werden Elternfragebögen auch auf Türkisch und Russisch angeboten, die den Eltern einen groben Überblick über die Sprachentwicklung ihres Kindes ermöglichen. Außerdem bieten viele Kindergärten Sprachförderung zur Unterstützung an, bei Bedarf werden die Kinder von Logopäden therapiert.

Wenn Eltern unsicher sind oder eine Entwicklungsstörung bemerken, sollten sie sich an Kinderarzt und Logopäden wenden. „Dann können wir eine genaue Diagnostik erstellen“, sagt Zimmermann. Für alle Interessierten steht heute von 17 bis 20 Uhr eine Expertenhotline zur Verfügung (siehe Infobox).

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