• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 2 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ortsentwicklung und Kita-Plätze

30.12.2016
Frage: Herr Lebedinzew, Sie sagen, dass 2016 kein normales Jahr für die Gemeinde war.
Lebedinzew: Das ist so. Vor allem bedingt durch die Flüchtlingskrise. Uns ist es aber gelungen, die mehr als 300 Flüchtlinge, das lag weit über der Quote, in geordneten Verhältnissen unterzubringen. Das ist positiv gelaufen.
Frage: Wie wollen sie die Integration hinkriegen?
Lebedinzew: Es gibt ein gut funktionierendes Netzwerk mit haupt- und ehrenamtlich Beteiligten. Wichtig ist, dass wir im Sommer alle Flüchtlingskinder in Kitas unterbringen. Es fehlen noch Plätze.
Frage: Und die Erwachsenen?
Lebedinzew: Die Sprache ist und bleibt ein großes Defizit. Wir müssen uns jetzt Projekte überlegen, lokale Programme, wie wir Flüchtlinge in Berufe bringen, wo die Einstiegsschwelle nicht so hoch ist. Zum Beispiel im Bereich Gastronomie oder Altenpflege.
Frage: Wie sieht es mit Haus Marienhude aus?
Lebedinzew: Das hat uns wirklich sehr intensiv in vielen Abteilungen der Verwaltung beschäftigt. Das Projekt konnte positiv zum Abschluss gebracht werden. Der Investor hat das Geld jetzt überwiesen.
Frage: Gab es noch mehr positive Entwicklungen aus ihrer Sicht?
Lebedinzew: Wenn man so zurückschaut, gibt es da eine ganze Menge: Wir haben das überarbeitete Einzelhandelskonzept verabschiedet. Der Neubau des Rossmann-Marktes im Zentrum wächst. Die Erweiterung des Raiffeisenmarktes in Hude wurde auf den Weg gebracht. Die Ortsentwässerung Königstraße ist schon halb fertig. Der Wertstoffhof wurde vom Landkreis neu hergerichtet. Die Deutsche Bahn hat die Lärmschutzwände installiert. In Wüsting haben wir alle Baugrundstücke verkauft, im Gewerbegebiet Holler-Neuenwege ebenso. Die Sanierung der Peter-Ustinov-Schule wurde fortgesetzt. Das Hallenbad-Dach wurde erneuert. In der Kita in Wüsting konnte eine sechste Gruppe eingerichtet werden, einhergehend mit einem Umzug des Jugendzentrums. Die Dorferneuerung Hurrel, Altmoorhausen, Lintel wurde fortgeführt.
Frage: Was ist noch gut gelaufen?
Lebedinzew: Sehr positiv empfand ich die Jubiläumsfeier mit unserem Partner Kröpelin im Rahmen der Landtage. Das hat die Partnerschaftsarbeit mit all unseren europäischen Partnerstädten belebt. Gerade in dieser Zeit sind solche Netzwerke sehr wichtig. Das ist das gelebte Europa: Menschen treffen Menschen.
Frage: Und was lief nicht so gut in der Gemeinde, besonders mit Blick auf das DRK?
Lebedinzew: Der Probleme beim DRK und der daraus folgende Entzug des Rettungsdienstes hat uns stark gefordert. Am Ende war es aber nicht erfolglos, da es uns gelungen ist, dass der Landkreis uns den Rettungsdienst-Standort im Zentrum garantieren will, wenn wir es hinkriegen, egal in welcher Form. Das wird sich bis Ende Januar entscheiden.
Frage: Im Jahr 2016 ist so Einiges daneben gegangen. Was war besonders ärgerlich?
Lebedinzew: Bedauerlich war, dass wir das Naturbad in diesem Sommer nicht öffnen konnten. Nun aber ist der Kies auf konventionelle Art ausgetauscht worden. Wir können im Sommer öffnen. Ärgerlich ist auch, dass wir den Kunstrasen-Platz nicht hingekriegt haben. Wir müssen nun neu beraten, ob es auch ohne Zuschüsse geht. Das soll schon im Februar passieren. Wir müssen auf jeden Fall etwas tun, um diese Sportstätte in Ordnung zu bringen.
Uns ist es auch nicht ganz gelungen, für den aufgelösten Kulturverein Impuls einen Nachfolger zu finden. Das ist wohl an Missverständnissen gescheitert.
Frage: Das war’s also mit dem Klostersommer?
Lebedinzew: Nein, auf keinen Fall. Für 2017 wird es knapp, aber vielleicht kriegen wir noch etwas hin. Wir wollen im Frühjahr noch mal Ideen sammeln mit Beteiligten. 2018 sollte jedenfalls wieder etwas passieren.
Frage: Und der Klosterbezirk insgesamt – was will die Gemeinde da tun?
Lebedinzew: 2017 soll mit Leader-Fördermitteln der Parkplatz endlich in Angriff genommen werden. Die Klosterfreunde haben einen sehr engagierten neuen Vorstand, der mit seiner Bestandsaufnahme viele Anregungen gegeben hat. Zurzeit ist in Kooperation mit der Unteren Denkmalbehörde eine Bestandsaufnahme in Arbeit, um im Detail zu schauen, wer Arbeiten durchführt und wie sie finanziert werden können.
Frage: Ein Huder Dauerthema ist die Industriebrache Verzinkerei. Kommt Bewegung hinein?
Lebedinzew: Wir hatten ein sehr gutes Gespräch in Regensburg mit der Investorenfamilie. Im ersten Halbjahr ist ein weiteres Gespräch geplant. Die Gemeinde hat eine Bodenuntersuchung veranlasst, um zu klären, was dort zu welchen Bedingungen möglich ist. Dann soll mit Eigentümer und Landkreis über eine Mischnutzung gesprochen werden: Gewerbe, Handwerk, Wohnbebauung.
Frage: Hude hat einen neuen Rat gewählt. Das Klima war zuletzt nicht gut. Wie wollen Sie das verbessern?
Lebedinzew: Es stehen viele große Projekte an. Deshalb ist es wichtig, dass dieser Rat sich findet und es nicht nur um Regierung und Opposition geht. Zurzeit ist die Missstimmung noch groß. Aber vielleicht kommt ja in der Zeit zwischen den Jahren bei den Fraktionen die Einsicht, dass es anders geht. Meine Idee wäre eine Ratsklausur, um einmal einen Tag lang miteinander zu sprechen und parteiübergreifend Ideen zu entwickeln. Das würde ich aber erst anbieten, wenn alle die Bereitschaft dazu haben, weil sie einen Sinn darin sehen.
Frage: Wo sehen Sie die Prioritäten für das nächste Jahr?
Lebedinzew: Im Zuge der Huder Ortsentwicklung ist es wichtig, die Verlängerung der Gustav-Thye-Straße als Umfahrung der Parkstraße endlich in Angriff zu nehmen. Denn in dem Zusammenhang geht es auch um die Entwicklung im Ortskern, um verdichtete Bebauung, Versiegelung, Gestaltung, Geschosshöhen und um Einflussnahme auf private Maßnahmen, da es derzeit Leerstände und Verkaufsbereitschaft gibt.
Frage: Und Platz zwei Ihrer Prioritätenliste?
Lebedinzew: Wir müssen dringend überlegen, wie wir die Kapazitätsengpässe bei den Kindergärten Villa Kunterbunt und Gänseblümchen in Hude lösen. Vielleicht ist es sogar sinnvoll, im neuen Baugebiet an der Wilhelmstraße, wo rund 60 Einheiten erschlossen werden, auch gleich einen zusätzlichen Kindergarten für Hude zu planen.
Frage: Was steht noch auf der Liste weit oben?
Lebedinzew: Die Forcierung des Breitbandausbaus. Die Förderanträge laufen über den Landkreis. Es ist wichtig, dass wir den Zuschlag bekommen. Wir müssen die „weißen Flecken“ unbedingt beseitigen. Daran hängt in der weiteren Gemeindeentwicklung alles.
Frage: Stichwort Transparenz: Wie wollen Sie die Bürger stärker einbinden? Der Internetauftritt der Gemeinde ist nicht gerade aktuell.
Lebedinzew: Wir sind extrem transparent, was die Infos in unserem Ratsinformationssystem angeht. Da stellen wir alles hinein. Ansonsten ist es schon richtig, dass unsere Homepage inhaltlich etwas verwaist ist. Das liegt an der personellen Situation. Unser Team im Rathaus ist ausgereizt, gerade auch durch die Flüchtlingsarbeit wurden viele Kapazitäten anderweitig gebunden. Das zieht sich durchs ganze Haus.
Frage: Apropos Rathaus: Die Sanierung des Altbaus ist weiterhin großer Wunsch?
Lebedinzew: Wir müssen auf Dauer etwas tun. Ich bin froh, dass der Rat nun erst einmal 50 000 Euro Planungskosten bereitgestellt hat.
Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.