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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Landwirtschaft: Viel mehr als nur heiße Luft

04.11.2017

Ostrittrum „Sie befinden sich hier auf einer Störfallanlage“, sagte Claus Coorßen am Freitagnachmittag, während er mehr als 60 Gäste über seinen Hof in Ostrittrum führte. Verwaltungsmitglieder, Landtags- und Bundestagsmitglieder waren darunter, ebenso wie Mitglieder des Kreislandvolkverbands. Die Gäste waren aus einem bestimmten Grund auf dem Hof: Die vierte Auflage der „Landwirtschaft im Dialog“, die vom Kreislandvolkverband organisiert wird, hat dort stattgefunden.

Claus Coorßen fuhr fort: „Das heißt nicht, dass hier so viele Störfälle passieren.“ Es habe sicherheitstechnische Gründe. Denn auf dem Hof der Familie Coorßens, auf dem auch Biogasanlagen stehen, wird viel Gas gespeichert. „Also drücken Sie nicht irgendwelche Knöpfe und rauchen Sie nicht.“ Das Thema Biogas stand bei dieser Veranstaltung im Mittelpunkt.

Insgesamt setzt sich der Hof Coorßen, der ein reiner Familienbetrieb ist, aus drei Säulen zusammen. Die erste Säule ist die Tierhaltung, erklärte Coorßen: Platz für 112 000 Masthähnchen, für 3000 Mastschweine und 100 Mastbullen bietet der Betrieb. Die zweite Säule ist der Ackerbau. Auf 615 Hektar bauen die Mitarbeiter Mais, Kartoffeln, Getreide und Grünland an.

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Die dritte Säule ist die, die am Freitag am meisten interessierte: erneuerbare Energien. Zwei Biogasanlagen befinden sich auf dem Betriebsgelände. Beim Rundgang erläuterte Coorßen kurz das System: Das gewonnene Biogas aus einer Flüssigkeit, der unter anderem Mais und Mist beigefügt und die stets bei 40 Grad gehalten wird, wird über ein Rohrleitungssystem zu einem Motor geleitet. „Der erzeugte Strom wird verkauft. Ganz simpel.“

Detaillierter wurden die Ausführungen im Anschluss bei Kaffee und Kuchen. Dann hatten die Besucher zudem die Möglichkeit, in eine Diskussion einzusteigen.

Langfristig sieht Coorßen die Stromproduktion durch Braun- und Steinkohle als sehr kritisch. Es gelte, einen gemeinsamen Weg zu finden, um die Energiewende zu schaffen. Biogas leiste hier einen Beitrag. Auch das Thema Mais kam zur Sprache: Laut Coorßen ist es derzeit die widerstandsfähigste Pflanze. Sie kommt mit Wetterkapriolen – Trockenheit, Feuchtigkeit – am besten klar und sei dabei sehr effektiv im Wachstum.

Auf das Thema Wasserschutz ging Claus Coorßen ebenfalls ein: Sein Betrieb nimmt an einem Kooperationsprogramm teil und passt somit seine Bewirtschaftungsweisen und Techniken an den Grundwasserschutz an.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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