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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wo die wilden Bienen wohnen

09.05.2018

Prinzhöfte „Eine Wildbiene bestäubt in ihrem Leben mindestens 24 000 Blüten, meist aber bis zu 40 000.“ – Dr. Wulf Carius machte mit Zahlen klar, welche große Bedeutung ein kleines Insekt in der Natur hat. Dieses Insekt zu unterstützen, das war jetzt zugleich des Thema des Tages auf dem BUND-Hof Wendbüdel am Grenzweg in Prinzhöfte: Der BUND hatte dorthin eingeladen, um den neu angelegten Wildbienen-Rundweg einzuweihen.

Carius ging auch auf die Unterschiede zwischen Wildbiene und Honigbiene ein. Einer davon: Die kleineren Wildbienen „fliegen schon bei niedrigen Temperaturen“. Das sei besonders wichtig für bestimmte Frühblüher wie Mandelbäume, die in einer Zeit bestäubt würden, zu der die Honigbienen noch nicht aktiv seien. Daneben hätten die Bienen der Imker den Ruf, eher faul zu sein. Sie würden gerne große, lohnende Gebiete wie zum Beispiel Rapsflächen den dagegen eher spärli-
chen Blüten an Bäumen vorziehen.

Carius war allerdings weit davon entfernt, den Honigbienen ihre Stellung als wichtigste Bestäuber streitig zu machen. Auch sei es wichtig, mehr für die Honigbiene zu tun. „Es gibt aber eben auch die Wildbienen in vielen Arten, die Lücken einnehmen und dann aktiv sind, wenn die Honigbiene aus verschiedenen Gründen keine Dienste leistet.“

Deshalb sei es auch wichtig, etwas für die erleichterte Fortpflanzung der Wildbienen zu unternehmen. Gezeigt wurden Lehmsteine – mit Löchern, in denen die Wildbienen ein Ei legen und dann das Loch verschließen. Im Frühjahr schlüpft daraus eine neue Wildbiene.

„Auch das Bohren von Löchern in alte Baumstümpfe ist sinnvoll“, warb Carius. Diese Löcher würden von den Wildbienen gern angenommen.

Allerdings würden sich alte Tannenholzstämme wegen der faserigen Struktur des Holzes nicht eignen. „An den Holzfasern können sich die Bienen schnell mit ihren empfindlichen Flügeln verletzen.“

Wie ein Wildbienenhotel mit Lehmziegeln oder Eichenbalken bewohnt wird, zeigte Carius beim Rundgang. „Hier sitze ich und sehe mein Fernsehen“, sagte der Betriebsleiter des BUND-Hofes. Munter flogen hier die Bienen ein und aus.

Gezeigt wurde auch, wie mit Bambusstücken ideale Nistmöglichkeiten geschaffen werden können. Allerdings müssten die Bambusröhren immer an einer Seite einen Deckel haben, sonst würden sie von Wildbienen nicht angenommen.

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hörten den Ausführungen interessiert zu und hinterfragten, wie man den Wildbienen bessere Bedingungen zur Arterhaltung schaffen könnte.

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