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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Da würden sich die Schafe kaputtlachen“

10.04.2018

Prinzhöfte Dr. Wulf Carius bat um ein wenig Rücksichtnahme. Schließlich handele es sich um zwei alte Damen, die da auf dem BUND-Hof Wendbüdel vor 27 Kindern und fünf Erwachsenen im noch nassen Gras lagen. Die beiden Seniorinnen – Gipsy und Fly – sollten an diesem Vormittag eine wichtige Rolle spielen: Die knapp zwölf Jahre alten Border Collie-Damen sollten die Schafe des BUND-Hofes zusammentreiben, damit die Kinder des BUND-Waldkindergartens die flauschigen Wiederkäuer einmal aus nächster Nähe erleben konnten.

Einmal im Jahr – nämlich dann, wenn die jungen Schafe geboren sind – ist der Kindergarten in Wendbüdel zu Gast. „Im vorigen Jahr durften wir mit den Kindern sogar einen Heuballen aufmachen“, erinnerte sich Gruppenleiterin Andrea Brockmann. Für die Kinder sei es ein Erlebnis gewesen, im Heu herumzutoben. „Wo dürfen Kinder das sonst schon!“

Fürs Heu war es diesmal allerdings zu nass. So machte Wulf Carius die Besucher erst mal mit Gipsy und Fly bekannt. Border Collies, das seien Hunde, „die geben nie auf“. Die meisten Schäfer würden zwei der Vierbeiner halten, die sich beim Arbeiten abwechseln könnten – „sonst würde einer den ganzen Tag um die Schafherde rennen und am Ende ganz fertig sein.“ Das gelte es auch in Wendbüdel zu vermeiden – zumal Gipsys Bandscheiben schon ziemlich lädiert seien.

Als Carius dann fragte, wer zuhause denn auch einen Hund habe, gingen viele Finger hoch. Jetzt waren die Kinder an der Reihe, ihre vierbeinigen Lieblinge vorzustellen – Kinder, die an diesem Vormittag bemerkenswert entspannt und kein bisschen flippig mitmachten.

Als es dann zu den Schafen ging, gab Carius strikte Anweisungen. In Zweiergruppen solle ihm gefolgt werden. Die Schafe des BUND-Hofes seien „eher wild“, die Lämmer „ein bisschen aufgeregt“, zumal sie die Hunde noch gar nicht kennen würden. Zum Zusammentreiben seien die Hunde unverzichtbar. „Wenn ihr das versuchen würdet, würden sich die Schafe kaputtlachen.“

Dann ging alles ganz schnell. Gipsy und Fly trieben die Schafe in eine umzäunte Ecke einer Weide, Carius ging hinterher und nahm sich eines der Lämmer heraus.

Mit dem blökenden Tier ging er zu den Besuchern. „Streicheln“ war jetzt angesagt. Geduldig warteten 54 Kinderhände, bis sie an der Reihe waren. Auch Andrea Brockmann und ihre Kolleginnen Julia Swyter, Sabine Reibert und Sonja Kern wollten das kuschelige Erlebnis nicht missen.

Unterdessen erzählte Carius weiter: Wenn Lämmer blöken, dann höre sich das für Menschenohren völlig gleich an. Doch das sei es nicht: Das Lamm rufe seine Mutter – und die Kinder hörten staunend zu, als aus der großen Herde eines der Tiere antwortete. „Die Mutter“, erklärte Carius.

Der Waldkindergarten will mit solchen Ausflügen schon frühzeitig Einblicke in die Landwirtschaft geben und für einen artgerechten Umgang mit Tieren werben.


Ein Video sehen Sie unter   www.nwzonline.de/videos/oldenburg-land 
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Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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