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Aktualisiert vor 11 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ging Netzbetreiber Tennet schonend vor – oder nicht?

19.03.2019

Prinzhöfte Ist der Übertragungsnetzbetreiber Tennet bei den Fällarbeiten für die 380-kV-Leitung in der Gemeinde Prinzhöfte schonend vorgegangen – oder nicht? Nachdem das Unternehmen jüngst Vorwürfe dementierte, legt die Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide jetzt nach und wird in ihren Vorwürfen konkreter. „Die Glaubwürdigkeit unserer Pressemitteilung“ sei durch Tennet-Vertreter Andreas Jaeger in Frage gestellt worden, argumentiert Rudi Geisler, stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft. Das wolle man nicht unkommentiert stehen lassen.

Strittig ist das Vorgehen von Tennet im Bereich „Cassens Tannen“, wo laut Geisler alle Eichen und Buchen auf schätzungsweise mehr als 2 Hektar gefällt worden seien – viel mehr als für die Trasse notwendig.

Andreas Jaeger, Referent für Bürgerbeteiligung bei Tennet, hatte kürzlich ausgeführt, dass Tennet in Cassens Tannen etwa einen Hektar für die Trasse gefällt habe, darüber hinaus eine Waldspitze (2500 qm) „aus forstwirtschaftlichen Gründen“. Im Übrigen habe man die im März beginnende Brutzeit beachtet, also nach dem 28. Februar nicht mehr gesägt.

Hier kommt der erste Einwand von der Schutzgemeinschaft. Die Arbeiten hätten am 25. Februar begonnen, seien aber bis weit in den März hinein fortgesetzt worden. So sei der Waldvollernter „Harvester“ noch am 16. März „voll im Einsatz“ gewesen. Geisler: „Wenn Tennet die Arbeiten tatsächlich am 28. Februar beendet hat, erhebt sich die Frage, wer dann die Arbeiten fortgesetzt hat?“

Der Netzbetreiber habe noch bei seiner Info-Veranstaltung am 7. Februar in Harpstedt zugesichert, dass aus Gründen des Vogelschutzes erst im Herbst gefällt werde. Geisler: „Die Gründe für den Sinneswandel hat Herr Jaeger nicht genannt.“

Ein zweiter Kritikpunkt: Wenn Tennet außer auf der Trassenfläche auch noch eine 2500 qm große Waldspitze gefällt habe, dann sei das „möglicherweise rechtmäßig“ gewesen. Aber: Es sei ein „schwerer Schaden für den Biotopverbund und die Landschaft“ entstanden.

Im Übrigen habe Jaeger verschwiegen, dass ein „Kahlschlag auf einer viel größeren Fläche erfolgt“ sei, und zwar auf der anderen Seite der Trasse bis an ein dortiges Naturdenkmal heran. „Auch hier standen viele große Buchen.“ Mittlerweile „gibt es in der Klein Henstedter Heide keinen vergleichbaren Buchenbestand mehr“.

Dass Jaeger angesichts der Waldfällung auf „Ausgleichsmaßnahmen in Trassennähe“ verwies, wollte Geisler ebenfalls so nicht stehen lassen: Die Maßnahmen lägen viele Kilometer entfernt. „Das nutzt unserer Vogelwelt und den Fledermäusen in der Klein Henstedter Heide nichts!“ Die von Tennet im unteren Stammbereich stehen gelassenen Höhlenbäume seien „eher eine blamable Angelegenheit“.

Die Schutzgemeinschaft erinnerte an ihre frühere Aussage, dass die 380-kV-Trasse durch die Klein Henstedter Heide ohne Wald-Querung möglich gewesen wäre.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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