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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wurden Fällung in Prinzhöfte pünktlich abgeschlossen?

16.03.2019

Prinzhöfte „Alle Baumfällarbeiten, die von uns durchgeführt wurden, sind am 28. Februar abgeschlossen gewesen.“ – Mit diesen Worten trat Andreas Jaeger, Referent für Bürgerbeteiligung beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet, Vorwürfen entgegen, wonach das Unternehmen auch noch in der beginnenden Nist- und Brutzeit Anfang März gesägt habe. „Weitere Fällungen sind nicht von uns veranlasst worden.“

Wie berichtet, waren Arbeiten des Netzbetreibers zur Vorbereitung der 380-kV-Höchstspannungsleitung von Ganderkesee nach St. Hülfe im Bereich „Cassens Tannen“ (von Klein Henstedt aus an der Verlängerung des Alten Schulwegs) von der Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide als „drastischer Kahlschlag“ scharf kritisiert worden. Auch alte Bäume – Eichen und Buchen – seien vernichtet worden, obwohl Tennet ein schonendes Arbeiten zugesagt habe.

Jaeger bestätigte die Einschätzung der Schutzgemeinschaft, dass in Cassens Tannen etwa ein Hektar Wald gefällt wurde. Dies sei für die Trasse erforderlich gewesen. Zusätzlich habe man dort die Bäume einer Waldspitze („etwa 2500 Quadratmeter“) gefällt – „aus forstwirtschaftlichen Gründen“ und in Abstimmung mit dem Eigentümer, wie der Referent für Bürgerbeteiligung sagte.

Tennet habe schon bei der Planung der Trasse Wert gelegt auf eine möglichst geringe Beeinträchtigung von Waldflächen, betonte Jaeger. „An manchen Stellen sind Querungen leider notwendig.“

Wegen der Schwingungen der Leiterseile zum Beispiel bei Sturm würden Waldschneisen in einer Breite von mehr als 60 Metern angelegt. Die von der geplanten Leitung berührten Waldflächen seien im Planfeststellungsbeschluss bestimmt worden. Während des Waldeinschlags sei eine ökologische Baubegleitung vor Ort. Sie begleite im Übrigen das gesamte Vorhaben.

Jaeger führte weiter aus, dass die Waldflächen und Gehölzbestände ab Sommer 2018 von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen begutachtet worden seien. „Die Eigentümer und Pächter wurden gemäß Flurstückliste kontaktiert.“ Flächen, die dauerhaft beeinträchtigt werden, müssten gemäß Planfeststellungsbeschluss kompensiert werden. Den Eigentümern dieser Flächen würden Entschädigungen gezahlt.

Zu Cassens Tannen sagte der Referent für Bürgerbeteiligung, dass auch hier die Waldquerung umweltfachplanerisch und genehmigungsrechtlich geprüft worden sei. Die Ausgleichsmaßnahmen fänden in Trassennähe statt. Dabei handele es sich vor allem um den Erhalt von Höhlenbäumen, die nur oberhalb der Höhlen zurückgeschnitten werden dürften, den Aufbau eines neuen Waldrandes sowie die Entwicklung einer Gebüschvegetation.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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