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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Radroute der Landwirte kommt ins Rollen

04.10.2016

Huntlosen Die ersten Überlegungen gab es vor zwei Jahren zu dem Projekt, dann folgte eine lange Vorbereitungszeit und jetzt ist das Projekt „Fahrradroute der Landwirtschaft“ tatsächlich ins Rollen gekommen. Am Sonntag haben das Kreislandvolk und die Kreislandfrauen den Tag der Regionen genutzt, um den ersten Teilabschnitt von „Kiek in’t Land“ in der Gemeinde Großenkneten mit einer kurzen Zeremonie und einer ersten Tour auf der Strecke einzuweihen.

Kreislandwirt Jürgen Seeger enthüllte zusammen mit Thale Alfs, Öffentlichkeitsarbeiterin des Landvolks, sowie Elke Coorßen und Heike Hohnholt (beide Kreislandfrauen) feierlich die Tafel beim Meyer-Hof in Huntlosen. Rund 30 Gäste applaudierten, unter ihnen Erster Kreisrat Christian Wolf und Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke.

„Die Landwirtschaft steht im Fokus“, umschrieb Kreislandwirt Jürgen Seeger die aktuelle (Diskussions-)Lage. Die Radroute sei Teil der Öffentlichkeitsarbeit, um ein authentisches Bild der modernen Landwirtschaft zu vermitteln, wie sie sich seit Generationen entwickelt habe. „Es gibt genug Gruppen, die zurück zu den alten Zeiten wollen“, ging Seeger auf Kritiker ein. „Ob wir das alles wieder haben wollen, möchte ich bezweifeln“, meinte er mit Blick auf die früheren Arbeitsbedingungen für die Landwirte. „Ich möchte nicht einen Tag mit früher tauschen“, sagte später Jan Oltmann, Gästeführer und Landwirt. Er nannte die Ammoniakbelastung im Stall als Beispiel.

Ursprünglich sollte das Projekt aus dem Förderprogramm Leader mitfinanziert werden, doch angesichts der bürokratischen Hindernisse habe sich das Landvolk davon verabschiedet, erläuterte Seeger. Dafür seien ganz viele Sponsoren sofort bereit gewesen, sich zu engagieren, freute sich der Kreislandwirt,

Thale Alfs, federführend beim Projekt, sprach davon, dass jetzt der „erste Meilenstein losgetreten“ werde. In kleinen Schritten soll bis Juni 2018 der gesamte Landkreis mit 80 Stationen erschlossen werden, möglichst auch die Städte Oldenburg und Delmenhorst. Bei dieser Vorgehensweise habe man die Möglichkeit zu lernen. Viele Partner, wie Jäger, Imker, Landfrauen, seien beteiligt. „Allein könnten wir das gar nicht wuppen“, merkte Alfs an.

„Die Gemeinde ist mächtig stolz“, freute sich Bürgermeister Schmidtke über den Startschuss in Huntlosen. „Wir sind eine ländliche Gemeinde, die Landwirtschaft ist ein großer Wirtschaftsfaktor.“ In der Vergangenheit sei hinter verschlossenen Türen gearbeitet worden. „Das hat sich maßgeblich geändert. Die Landwirtschaft öffnet sich mehr und mehr“, begrüßte Schmidtke den Wandel. Auf den Höfen die er besucht habe, sei alles „100-prozentig“ in Ordnung gewesen, lobte er.

Zur Diskussion um Tierwohl und Grundwasserqualität sagte Schmidtke: „Das Gros der Landwirte hält sich an den engen gesetzlichen Rahmen. Es gibt nur wenige schwarze Schafe, die die Landwirtschaft in den Dreck ziehen.“ Wer etwas von heimischen Betrieben erwerbe, „macht alles richtig. Weiter so“, so der Bürgermeister. Dann schwang er sich wie Christian Wolf und weitere 13 Personen aufs Rad und fuhr mit Jan Oltmann die neue Strecke ab.

Startsignal zur ersten Fahrt auf der „Kiek in’t Land“-Route in der Gemeinde Großenkneten: Jan Oltmann (vorne, von links) blies ins Jagdhorn. Christian Wolf und Thorsten Schmidtke waren mit von der Partie. BILD: Ulrich Suttka

Infotafel der erste Schritt – Führungen möglich

Kiek in’t Land soll den Radfahrern spannende Einblicke und Informationen rund um die Landwirtschaft im Landkreis Oldenburg geben. In Großenkneten sind in Zusammenarbeit mit den Landwirten 13 Stationen entstanden. Neun verschiedene Themen werden auf der Route behandelt: Tierhaltung (Schwein, Rind, Geflügel), Ackerbau, Technik, Erneuerbare Energien, Umwelt- und Naturschutz, Hofläden und Direktvermarktung, Hofgeschichten. Im ersten Schritt sind die Infotafeln aufgebaut worden.

Die endgültige Ausschilderung der Radtouren soll in Abstimmung mit dem Landkreis erfolgen, so Thale Alfs. Bis Juni 2018 sind insgesamt 80 Stationen im gesamten Landkreis sowie möglichst der Stadt Oldenburg und die Stadt Delmenhorst geplant. Nach den Infotafeln sollen später „Erlebniselemente“ folgen.

In Großenkneten gliedert sich die Route der Landwirtschaft in zwei Wege auf: einen Rundkurs von Huntlosen bis nach Großenkneten (rund 14 Kilometer) und zurück und in einen Weg von Großenkneten über Sage bis in die Gemeinde Wardenburg (rund 15 Kilometer). Dazu gibt es ein Faltblatt mit einer Karte.

„Aus Datenschutzgründen“, so Thale Alfs vom Landvolk, gibt es keine Liste der teilnehmenden Betriebe, auch nicht auf der im Aufbau befindlichen Internetseite www.kiekintland.de. Das Betreten der Betriebe ist nur nach Absprache mit dem Landwirt möglich. Führungen, auch mit dem Rad, können gebucht werden bei den Gästeführern oder dem Kreislandvolkverband, Sannumer Str. 3, Huntlosen, Telefon   04487/75010, kreislandvolkverband.ol@ewetel.net

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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