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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Realistischer Blick in den Schweinestall

27.11.2013

Hude „Es ist ein Versuch, über diese Schiene die Landwirtschaft realistisch darzustellen“, betonte Kreislandvolk-Geschäftsführer Bernhard Wolff, als er am Dienstagvormittag in Begleitung von Vertretern des Landvolkverbandes Hude-Vielstedt in der Grundschule Hude-Süd den neuen Film „Woher kommen Bratwurst, Steak und Co.“ vorstellte und weitere Unterrichtsmaterialien übergab.

Dritter Film

Der neue Film richtet sich in erster Linie an Schüler bis zur 6. Klasse, er ist jedoch auch für Erwachsene interessant, so das Landvolk. Zusätzlich zum Film wird den Schulen ein „Lernpaket“ überreicht. Dieses enthält neben dem Film ein Poster über das Schwein, eine Broschüre mit Sachinformationen und ein Unterrichtsheft mit Arbeitsblättern zur Nachbereitung.

Zum Inhalt: Beim Einkaufen im Supermarkt fragt Hinrich seine Mutter „Mama, woher kommt eigentlich die Bratwurst?“. Er hat daraufhin im Verlauf des Films die Gelegenheit, die Erzeugung vom Ferkel bis zur Fleischtheke zu verfolgen. Hinrich stellt dabei alle Fragen, die einem Kind einfallen: Was fressen die Schweine? Woher kommt das Futter?

Der Kreislandvolkverband hat schon zwei Filme produziert, einmal über den Getreideanbau („Vom Korn zum Brot“) und zum anderen über die Erzeugung von Hähnchenfleisch („Woher kommen Chicken Nuggets?“). Auch diese Filme richten sich an Schüler bis Klasse 6. Die Filme können über das Kreislandvolk bezogen werden.

www.landvolk.net/kreisverband-oldenburg

Landwirt Herwig Blankemeyer, der mit seiner Frau Lydia sowie dem Landwirtspaar Christian Buhre und Heike Klaas vom örtlichen Landvolkverband dabei war, sagte zu dem Film: „So werden heute Lebensmittel produziert.“

Angesichts der vielen Diskussionen in der Öffentlichkeit hat der Kreislandvolkverband schon vor einiger Zeit die Initiative ergriffen und geht verstärkt auf die Verbraucher zu. „Es ist wichtig, miteinander zu reden“, so Wolff.

Auch bei der Filmübergabe am Dienstag an die Sachunterrichts-Lehrer der Schule, Regina Gutzke, Beate Heider, Ina Busch und Meene Wilts sowie die kommissarische Schulleiterin Marlene Holst, gab es durchaus kritische Nachfragen aus dem Kollegium. Auch das zeigt, wie hoch der Diskussions- und Informationsbedarf ist, was die heutige landwirtschaftliche Produktion betrifft, die schon lange nicht mehr dem Bilderbuchidyll früherer Zeiten entspricht.

„Wir sind uns einig, dass darüber gesprochen werden muss“, sagte Wolff und gab zu, dass es das Landvolk versäumt habe, rechtzeitig auf die Verbraucher zuzugehen.

Wolff machte dabei auch deutlich, dass es bei den Landvolk-Filmen – insgesamt gibt es jetzt drei – nicht um „Propaganda“ für die Massentierhaltung gehe. Gleichwohl sei es wichtig, darzustellen, dass das, was aus dem Supermarkt auf den Teller komme, heute in großer Menge unter hohen Standards produziert werde. Die Landwirte achteten dabei sehr darauf, dass ihre Nutztiere gut gehalten würden. Denn nur dann seien auch die Erträge vorhanden, die das Überleben der Höfe sicherten. Für ihre Tiere seien sie 24 Stunden am Tag da, fügte Landwirt Herwig Blankemeyer hinzu.

Der neue Film will zeigen, wie die Tiere heute gehalten werden.

Landwirte seien auch bereit, in die Schulen zu kommen und über ihre Arbeit zu berichten. „Gehen sie auf die Betriebe zu, gucken sie sich vor Ort um“, lud der Kreislandvolk-Geschäftsführer Schulklassen und andere Gruppen ein, auch Betriebe zu besuchen. Das Kreislandvolk vermittle über die Geschäftsstelle in Huntlosen gerne Termine unter der Rufnummer 04487/750 115.

In dem neuen 17-minütigen Streifen wird von der Ferkelaufzucht und über die Mast bis hin zur Verarbeitung gezeigt, woher die Bratwurst und das Steak kommen, die auf dem Grill brutzeln. Auch im Internet auf „Youtube“ ist der tierische Video-Film zu finden.

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