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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Reiter warten aufs neue Wegekonzept

07.10.2014

Hasbruch Gern hätte Ute Bekusch am vergangenen Wochenende bei dem herrlichen Herbstwetter mit ihrem Pferd einen Ausritt im Hasbruch unternommen. Die Idee hatte sich nach einem Spaziergang schnell zerschlagen: „Die Reitwege sind dicht zugewachsen“, sagt die Heiderin, „da kommt man nur schwer zu Fuß durch, geschweige denn mit einem Pferd.“ Dabei hatte das zuständige Forstamt noch zu Beginn des Sommers zugesagt, für Abhilfe zu sorgen.

Bekusch zeigt sich sichtlich verärgert. Noch vor zwei Jahren konnte die 40-Jährige von Kühlingen aus in den Wald reiten; dabei hatte sie vom Hof Alfs aus zunächst eine längere Anreise. Die kann sie sich jetzt sparen. Wer von einem Seitenarm der Westerloger Straße in den Hasbruch gelangt, trifft zunächst auf einen matschigen Weg. Weil der zugewachsen ist, müssten die Pferde an der äußeren Kante gehen – unmittelbar neben einem tiefen Graben. Einige hundert Meter weiter sieht es noch schlimmer aus: Der Ilex ragt mit seinen spitzen Blättern tief in den Reitweg hinein; an einigen Stellen ist der Freiraum nur 100 Zentimeter hoch. „Irgendwie passiert hier nichts“, erinnert Bekusch die Landesforsten an ihre Zusage.

Die widersprechen: „Nicht die Landesforsten wollten den Reitweg ausschneiden lassen“, so Sprecher Rainer Städing unter Bezug auf Revierförster Jens Meier. Zuständig sei vielmehr der Reiterverein Hohenböken, der dafür aber im Sommer offenbar keine Zeit gefunden habe. Landesforsten, Gemeindeverwaltung und Reitervereine erarbeiten ein Reitwegekonzept, in dessen Ergebnis dann eine Ausweisung von Freizeitwegen einfließen soll. Das Konzept befindet sich nach Auskunft der Gemeindeverwaltung „auf der Zielgeraden“. Städing weiter: „Einzelheiten werden erst feststehen, wenn das Konzept steht.“

Der RV Hohenböken weist die Zuständigkeit für das Aufschneiden der Reitwege zurück: Zuständig sei vielmehr der RV Grüppenbühren, berichtet Pressesprecherin Angela Oetken-Lehmann.

Dass sich der Reiterverein Grüppenbühren seit vielen Jahren um das Freischneiden der Waldwege kümmert, bestätigt dessen Vorsitzender Mathias Karrasch. Dass die Waldwege in diesem Sommer nicht in einen bereitbaren Zustand versetzt wurden, liegt aus seiner Sicht an mangelnder Absprache mit den Landesforsten. „Nach den umfangreichen Arbeiten der Forst im Hasbruch haben wir eigentlich auf eine Rückmeldung gewartet, dass wir jetzt loslegen dürfen“, erklärt Karrasch auf Nachfrage. Allerdings vergebens.

Der Verein sei im Sinne aller Reiter aus der Umgebung sehr daran interessiert, den Reitweg im Hasbruch auch weiterhin nutzbar zu machen. „Für dieses Jahr ist es jetzt zu spät“, bedauert Karrasch. „Aber im kommenden Jahr legen wir los, sobald wir die Freigabe bekommen.“

Für Ute Bekusch dürfte das ein schwacher Trost sein: Der Ausritt im Hasbruch wird ihr und vielen Reitern aus der Region in diesem Jahr weiterhin verwehrt bleiben.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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