• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Respekt und Verständnis für Protest der Landwirte

29.10.2019
Betrifft: „Trecker legen Stadt lahm“ und „Wir haben unseren Beitrag geleistet“, NWZ vom 23. Oktober zur Bauern-Demo, an der auch viele Ganderkeseer Landwirte teilnahmen.

Das müssen andere erstmal nachmachen! Eine dezentral organisierte Demo an vielen Orten gleichzeitig. Alleine in Oldenburg über 2000 Trecker! Von den Verantwortlichen der Polizei großes Lob für alle, weil alles so friedlich und vernünftig abgelaufen ist. Und die Reinigungskräfte hatten auf dem Platz an der Weser-Ems-Halle nichts zu tun, weil alle ihren Müll einfach wieder mitgenommen haben. Bei welcher Großveranstaltung funktioniert das so?

Die Landwirte haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie verantwortungsvoll handeln. Dass es in Oldenburg und anderswo Einschränkungen für andere gab, war natürlich beabsichtigt – wie hätten sie auch sonst die Aufmerksamkeit auf sich lenken sollen. Wenn sie einfach nur ihre Arbeit niederlegen, bekommt das ja erstmal keiner mit. Wenn aber langfristig alle Landwirte ihre Arbeit niederlegen, weil sie ihre Betriebe aufgeben, hat das viel weiter greifende Auswirkungen.

Warum gaben und geben jedes Jahr viele Betriebe auf? (...) Es gibt keine verlässlichen Rahmenbedingungen. Politik wird weder für, noch mit den Landwirten gemacht. Sie werden nicht gehört und nicht gefragt. Aber wenn es irgendwo ein Problem gibt, das Berührungspunkte zur Landwirtschaft hat, werden die Landwirte ziemlich pauschal für alles verantwortlich gemacht. Es ist ja auch viel einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als sich selbst zu hinterfragen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Und das wollen die Landwirte ändern. Sie wollen gefragt werden. Sie möchten ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen. Nur dazu müssen sie sich erstmal Gehör verschaffen. Dafür haben sie demonstriert – um Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das haben sie geschafft, auf äußerst verantwortungsvolle Weise. Respekt!

Christin Heinrichs
Ganderkesee

 Wollen wir in Zukunft noch Landwirtschaft in Deutschland haben? Und wie könnte die aussehen? Diese Frage muss sich jeder stellen – Politiker, aber auch Verbraucher. Die Landwirte stellen sich die Frage schon lange. Am Dienstag sind Tausende Landwirte bundesweit mit ihren Treckern in die großen Städte gefahren. Warum? Weil sie sagen, so, wie es aktuell läuft, geht es nicht weiter. Die Landwirtschaft und die Landwirte gehen kaputt.

Auch die Kritiker sagen, so geht es nicht weiter, weil die Landwirtschaft nach ihrer Meinung zu viel kaputt macht. Aktuell schieben sich wieder alle die Schuld zu. Das ist aber doch nicht zielführend! Egal, wer in der Vergangenheit was gemacht hat – die Parteien mit ihrer jeweiligen Politik, die Verbände mit ihren Anliegen, die Landwirte mit der Form der Landwirtschaft, aber auch die Verbraucher mit ihrer Art des Konsums – spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, sich Gedanken zu machen wie die Landwirtschaft in Zukunft aussehen soll. Dabei dürfen die Hauptakteure, die Landwirte, aber nicht links liegen gelassen werden. Mit Ihnen zusammen müssen praktikable Lösungen gefunden werden.

Nur wenn die politischen Rahmenbedingungen, das Konsumverhalten der Verbraucher und grundlegende wirtschaftliche Notwendigkeiten auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Einklang gebracht werden, gibt es auch in Zukunft noch Landwirte in Deutschland. Ich lebe gerne in unserer Kulturlandschaft und möchte auch in Zukunft Lebensmittel aus Deutschland kaufen können. Ich hoffe, ich bin damit keine aussterbende Art.

Sandra Schmidt
Ganderkesee

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.