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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bürgerbus Ganderkesee kann Leben retten

03.11.2018

Rethorn Der Bürgerbus in Ganderkesee ist mehr als ein Transportmittel: Er kann zum Lebensretter werden. In beiden Fahrzeugen, die der Bürgerbusverein auf seinen Linien einsetzt, liegt jeweils ein Defibrillator (Defi) griffbereit – und jetzt können die Geräte auch eingesetzt werden, denn die Schulung des Fahrerteams ist abgeschlossen.

„Alle sind motiviert“, sagte Burckhard Ewig am Freitagvormittag an der Bürgerbus-Endhaltestelle in Rethorn. „Aber wir hoffen natürlich, dass wir die Geräte niemals einsetzen müssen.“ Ewig hatte in den vergangenen Monaten seine Fahrer-Kolleginnen und Kollegen im Umgang mit dem Defi trainiert. Als Pharmareferent mit einer medizinisch-technischen Zusatzausbildung war er schon im Berufsleben früh vertraut mit den Geräten, mit denen auch Laien bei Herzstillständen durch gezielte Elektroschocks die Körperfunktionen aufrecht erhalten und so die entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen professioneller Retter überbrücken können. Eine weitere Ausbildung über acht Doppelstunden in Erster Hilfe rundete die Schulung des Fahrerteams ab.

„Deutschland hintenan“

Burckhard Ewig und die Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt sind auch ein bisschen stolz darauf, dass der Bürgerbus mit den Defis an Bord eine Vorreiterrolle bei der Notfallversorgung im Öffentlichen Personennahverkehr einnimmt. „Der Hersteller will jetzt eine entsprechende Aktion zur Ausstattung von Reisebussen starten“, berichtete Ewig. „Deutschland ist bei Defis weit hinterher“, wusste Bür­gerbus-Vorstands­mitglied Günter Prüß. In Schottland zum Beispiel gebe es Defi-Standorte selbst in kleinen Dörfern, in Polen werde unter Straßenschildern angezeigt, wo der nächste Defibrillator zu finden ist.

Der Bürgerbus trägt nun dazu bei, dass das Defi-Netz in der Gemeinde Ganderkesee (siehe Infokasten) ein bisschen engmaschiger wird. In erster Linie sind die Geräte zum Einsatz bei Notfällen im Bus oder an Haltestellen gedacht. Aber bei Bedarf können sie auch telefonisch angefordert werden, wenn der Einsatzort sich irgendwo in der Nähe einer Bür­gerbus-Linie befindet.

Nur im Notfall

In solchen Fällen kann über das Bereitschafts-Handy des Vereins (Telefon   01736454930) um schnelle Hilfe nachgesucht werden. „Aber wirklich nur im Notfall“, betonte Hanna Otter-Sandstedt. Ansonsten sollte die Notrufnummer 112 stets die erste Wahl sein.

Der Bürgerbusverein hat die beiden Defibrillatoren, die einen Neuwert von rund 3000 Euro haben, gemietet – für 100 Euro im Monat. Dank einer 1000-Euro-Spende der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok aus dem Gewinnsparen sind die ersten zehn Monate abgedeckt. Für die Zeit danach werden weitere Sponsoren gesucht.

Standortsymbol Defibrillator BILD: Archiv

Wo in Ganderkesee Defibrillatoren zu finden sind

Die Bürgerbusse sind die ersten „mobilen“ Defi-Standorte in der Gemeinde Ganderkesee. Darüber hinaus sind die lebensrettenden Geräte zurzeit an folgenden Orten zu finden:

Ganderkesee
  Feuerwehrhaus, Urneburger Straße 6
  Freibad, Heideweg 2
  Hallenbad, Am Steinacker 12
  Gemeindebücherei, Habbrügger Weg 2
  Rathaus, Mühlenstr. 2-4
  TSV-Vereinsheim, Immerweg 60
  Neue Sporthalle, Am Steinacker
  Umweltschutz Nord, Industriepark 6a
  Atlas GmbH, Atlasstraße 6
  Arztpraxis Baramsky/Heimann, Grüppenbührener Straße 7
  Inkoop-Markt, Raiffeisenstraße 1
  OLB-Filiale, Grüppenbührener Straße 7

Bookholzberg
  Bürgerbüro/Gemeindebücherei, Stedinger Str. 65
  Sporthalle, Ammerweg
  Berufsförderungswerk (INN-tegrativ), Apfelallee 1 (vier Defibrillatoren)

Bergedorf
  Feuerwehrhaus, Alte Dorfstraße 27

Schierbrok
  Feuerwehrhaus, Nutzhorner Landstraße 35
  Sporthalle Altengraben, Zur Ollen

Havekost
  Feuerwehrhaus, Havekoster Straße 8

Hoykenkamp
  MBB Palfinger, Fockestraße 53

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
Rufen Sie mich an:
04222 8077 2741
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