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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bürsteler Fuhrenkamp: Revierförsterei und Naturschutz arbeiten Hand in Hand

31.05.2011

BüRSTEL „Ich mache meine Arbeit meistens alleine – aber nicht im luftleeren Raum“, sagte Revierförster Johannes Steffens über die Kooperation mit örtlichen Naturschützern wie dem Fuhrenkamp-Schutzverein. Am Montag hatte er Dr. Klaus Handke, Hartwig Lambracht und Hans Fingerhut vom Schutzverein eingeladen, um über den Stand der Entwicklung verschiedener Projekte in dem von Spaziergängern und Sportlern genutzten Naherholungsgebiet zu informieren.

Positiv bewerteten Revierförsterei und Naturschützer den Effekt der Vergrößerung und Vertiefung dreier Tümpel. Die Maßnahme hatte im Herbst 2010 stattgefunden. Der Hintergrund: Die Tümpel waren in den Vorjahren trocken gefallen, bevor sich Kammmolch, Teichmolch und Grasfrosch zu Ende entwickelt hatten.

„Trockener als jetzt kann es kaum werden“, lautete Handkes zufriedenes Resümee mit Blick auf die noch immer mit etwas Wasser gefüllten einstigen Sandentnahmeflächen. Bis Ende Juni sei die Entwicklung der Amphibien abgeschlossen, so der Landschaftsökologe. Und bis dahin werde das Wasser ausreichen.

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Gut entwickelt hat sich laut Steffens und Handke auch eine an einen Tümpel angrenzende Heidefläche. Sie wurde in den vergangenen Jahren vom Fuhrenkamp-Schutzverein von störendem Bewuchs befreit, so dass die in Ganderkesee kaum noch vorkommende Heide mit ihren Tier- und Pflanzengesellschaften erhalten werden konnte.

Ebenfalls dem Artenschutz diente eine Maßnahme der Revierförsterei im Februar 2011: An mehreren Hauptwegen sei das Gebüsch an den Seitenrändern mit einem Mulcher zurückgeschnitten worden. Hintergrund sei zum einen die Befahrbarkeit der Wege für die Waldbewirtschaftung sowie für Rettungswagen und Polizei, zum anderen würden durch die stärkere Belichtung der Seitenränder die Lebensbedingungen lichtliebender Blütenpflanzen und der darauf spezialisierten Insekten verbessert.

Weiterhin ging Steffens auf Maßnahmen zur Waldpflege ein. „Bei Spaziergängern, die Ordnung lieben, stoßen wir oft auf Unverständnis.“ Das sogenannte Löwe-Programm (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) sehe vor, dass Totholz im Bestand verbleibe, um dort zu vermodern. So würden die in den Kronen enthaltenen Nährstoffe in den Kreislauf zurückgeführt. Zudem sei Totholz Lebensraum für Kleintiere, Insekten und Pilze.

Ebenfalls für Irritationen gesorgt haben Schneisen, die in 20-Meter-Abständen in den Wald geschlagen wurden. „Das ist Löwe pur“, erklärte Steffens. Die Schneisen seien, wie auf allen Flächen der Landesforsten, schon vor langer Zeit als Fahrgassen für Holzerntemaschinen angelegt worden, um die übrige Waldfläche nicht zu verdichten.

Die nächste Durchforstung steht im Herbst an. Dann sind die nach dem Orkan von 1972 aufgeforsteten Flächen an der Reihe, um eine gesunde Entwicklung der verbleibenden Bäume zu gewährleisten.

Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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