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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Landwirtschaft: Rinderhaltern droht die Luft auszugehen

20.08.2014

Munderloh Seit 1774 gibt es die zurzeit von der Familie Spannhake bewirtschaftete Hofstelle am Hartmannsweg in Munderloh. Der Bauernhof mit Rindviehhaltung – 30 Kühe werden derzeit gemolken, viele Kälber gemästet – ernährt die Familie. Die Söhne Michael und Tobias wollen den 1991 von den Spannhakes übernommenen Betrieb in die Zukunft führen. Sie wollen künftig mit mehr Kühen wirtschaften, um weiterhin ein Auskommen zu haben. Doch das Vorhaben könnte scheitern.

„An der Luft“, sagt Tobias Spannhake kurz und knapp. Denn die Geruchsbelastung durch die Landwirtschaft ist in Munderloh schon so groß, dass Erweiterungen landwirtschaftlicher Betriebe wohl nicht genehmigt werden können.

Ob die Politik helfen kann, wollten Mitglieder der SPD im Landkreis bei einer Hofbesichtigung ausloten. Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag, ihr Vorgänger Holger Ortel, Landtagsabgeordneter Axel Brammer, die Mitglieder des Strategiekreises Landwirtschaft, Energie und Umwelt und Vertreter der Ortsvereine Hatten und Hude sprachen deshalb mit der Familie und Dr. Günter Kuhnt, Leiter der Bezirksstelle Oldenburg-Süd der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, aus Cloppenburg.

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„Wir wollen Kontakt zu Landwirten aufbauen und sehen, welche Chancen es im Spannungsfeld Umwelt und Energie für die Betriebe gibt“, umriss Heinz-Jürgen Greszik vom Strategiekreis den Ansatz.

Doch werden die Grenzwerte für die Geruchsemissionen angesichts der politischen Konstellation in der Landesregierung wohl nicht aufgeweicht. Und da die Geruchsbelästigung nicht zuletzt durch immer größere Hähnchen- und Schweinemastbetriebe gestiegen ist, kommen die „Rinderbetriebe unter die Räder“, beschreibt Günter Kuhnt die Lage.

Wenn dann noch FFH-Schutzgebiete in der Nähe liegen, werden Erweiterungen doppelt schwierig. „Der Siegeszug der Mastställe in früheren Jahren stört heute die Entwicklung der Rinderbetriebe“, sagt Kuhnt, dessen Behörde fachlich berät, sich in die Politik aber nicht einmischt. Die gewachsenen Familienbetriebe hätten nie einen solchen Wachstumsdruck gehabt wie die industrielle Landwirtschaft.

Die Parlamentsvertreter der SPD wollen diese Nöte der Familienbetriebe auch in die zuständigen Gremien tragen. Die Vertreter aus Rat und Kreistag sagten Hilfe bei konkreten Vorhaben zu.

Anschließend besuchten die Sozialdemokraten den Pferdehof Abrahams im Huder Ortsteil Hemmelsberg. Dort hat die Gemeinde Erweiterungsmöglichkeiten an einem anderen Standort geschaffen, es bestehen aber nach wie vor Probleme in Sachen Flächenbedarf, über die noch intensiv diskutiert wurde.

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