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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Migration: Roter Faden für Integrationsarbeit

22.08.2015

Großenkneten Einen lange erwarteten Brief vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat die Großenkneter Gemeindeverwaltung in diesen Tagen erhalten. Wie Bürgermeister Thorsten Schmidtke am Freitag bei einem Pressegespräch erläuterte, wurde der bereits im Jahr 2013 gestellte Förderantrag für ein Integrationskonzept jetzt genehmigt.

Unterstützung für die Genehmigung kam von der Großenkneter Bundestagsabgeordneten und Ratsfrau Astrid Grotelüschen (CDU), die sich in Berlin für das Projekt eingesetzt hat.

Folgeprojekt

Das neue Konzept knüpft an Erfahrungen und Strukturen des Integrationsprojektes für irakische Kontingentflüchtlinge an, dass im Februar 2014 ausgelaufen ist.

Der Erfolg dieses Projektes, so Barbara Efthimiadis-Christidis, zeige sich daran, dass die ersten Kinder dieser Flüchtlinge inzwischen die Schule abgeschlossen und zum Teil auch Ausbildungsplätze gefunden hätten.

Bedarf wird analysiert

Entworfen wurde das auf drei Jahre angelegte Konzept von Barbara Efthimiadis-Christidis, Sozialarbeiterin am Ahlhorner Schulzentrum. Sie erläuterte das Projekt am Freitag. Eine Integrationsbeauftragte soll zum einen die bisherigen Anstrengungen zur Integration von Einwohnern mit Migrationshintergrund koordinieren. Zum anderen soll sie analysieren, welchen Unterstützungsbedarf welche Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund hat.

Ausdrücklich richtet sich das Angebot nicht nur an Flüchtlinge aus Krisengebieten, die jetzt in der Gemeinde ankommen, sondern auch an Arbeitskräfte aus Osteuropa. Außerdem beziehe das Konzept auch die einheimische Bevölkerung ein, die sich, so Efthimiadis-Christidis, vom starken Zuzug besonders in Ahlhorn teilweise überfordert fühle. Das Konzept mit dem Titel „Leben im Viertel“ beruhe auf drei Säulen, so Efthimiadis-Christidis. In der Bildung gelte es, maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln.

Die zweite Säule sei die Stärkung der Gemeinwesenarbeit besonders in Ahlhorn. Als dritte Säule sollten die Menschen mit Migrationshintergrund darin bestärkt werden, eigene Interessenvertretungen zu entwickeln und ihre Bedürfnisse gegenüber der Gemeinde und der Öffentlichkeit zu artikulieren.

Besonders betonten Efthimiadis-Christidis, Schmidtke und Grotelüschen die Bedeutung der bisherigen ehrenamtlichen und professionellen Integrationsarbeit, besonders der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in der Gemeinde.

Die mit 19,5 Wochenstunden ausgestattete Stelle der Integrationsbeauftragten könne die Arbeit der Ehrenamtlichen – wie die Integrationslotsen, die Mitarbeiter in diversen Projekten und Vereinen – und der LEB nicht ersetzen. Ihre Aufgabe sei es vielmehr, deren Arbeit künftig professionell zu koordinieren und besonders die Ehrenamtlichen zu entlasten, um ihnen ihre Freude an dieser Arbeit zu erhalten.

Ihre Unterstützung in Berlin sei selbstverständlich gewesen, sagte Grotelüschen auf den Dank des Bürgermeisters für ihre Hilfe. Schließlich habe sie als Ratsfrau mit den Beschluss gefasst, die Förderung zu beantragen. Dass das Konzept gefördert wird, sei ein bemerkenswerter Erfolg. Obwohl die zur Verfügung stehenden Gelder mehrfach aufgestockt worden seien, hätten längst nicht alle Anträge berücksichtigt werden können.

Kräfte begrenzt

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Wie wichtig die finanzielle Unterstützung sei, betonte Thorsten Schmidtke. Die Gemeinde leiste bereits eine Menge Integrationsarbeit. Angesichts von fast 40 Prozent Einwohnern mit Migrationshintergrund in Ahlhorn sei aber auch eine wirtschaftlich relativ stark aufgestellte Gemeinde wie Großenkneten irgendwann am Ende ihrer Leistungsfähigkeit.

Besetzt wurde die Stelle der Integrationsbeauftragten auch schon. 23 Bewerberinnen und Bewerber habe es gegeben, sagt Frauke Asche, Leiterin des Ordnungs- und Sozialamtes. Mit der 36-jährigen Oldenburgerin Andrea Schröder habe man eine „richtig gute Kraft“ gefunden.

Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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