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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Rotes Kreuz leistet Geburtshilfe

13.09.2007

WüSTING Als im Mai 1945 der 2. Weltkrieg vorbei war, standen in Deutschland die Menschen vor einem Trümmerhaufen. Vieles war zerstört: Häuser, Brücken, Eisenbahnstrecken und Straßen. Witwen, Waisen und Kriegsbeschädigte taten sich zusammen, um mit vereinten Kräften etwas gegen ihr Schicksal zu unternehmen. Die Kriegsopferversorgung aus dem 1. Weltkrieg gab es nicht mehr, sie war von den Siegermächten verboten worden. Auch ehemalige Soldaten der Wehrmacht durften sich nicht zusammenschließen. Also musste ein anderer Weg gefunden werden, und man vereinigte sich zunächst unter dem Zeichen des Roten Kreuzes. Im Herbst 1947 wurde in der Gaststätte Buchholz in Wüsting eine Untergruppe des Roten Kreuzes gegründet – „damit war der Grundstein für den heutigen VdK-Ortsverband Wüsting gelegt“, erzählt die amtierende 1. Vorsitzende Gunda Menkens.

In Oldenburg gab es damals bereits eine Geschäftsstelle des Roten Kreuzes, die sich um rechtliche Angelegenheiten der Mitglieder kümmerte. Zunächst hatte man einen schweren Stand, denn es gab kaum Gesetze und Richtlinien für die Versorgung der Hinterbliebenen und Kriegsbeschädigten. Zu Weihnachten 1947 wurde eine Sammlung organisiert und Spenden an Bedürftige verteilt. Solche Sammlungen wurden wiederholt, zum Beispiel im Herbst 1948 für die Instandsetzung des Kriegerdenkmals und für das Rote Kreuz. Aber die Menschen wollten auch wieder unterhalten werden: Bereits im April 1948 führte der Heimatverein Wöschenland bei Buchholz ein Theaterstück auf. Die Kapelle Schütte spielte kostenlos zum Tanz auf.

Auch in die Schaffung von Gesetzen kam Bewegung: Ab Juli 1948 konnten Rentenanträge und Anträge auf Waisenversorgung gestellt werden. Vorgesehen war damals, dass Kriegerwitwen 80 bis 100 DM und Waisen 20 DM erhalten sollten. Bedürftige konnten Zuschüsse für Winterfeuerung beantragen. Im Sommer 1949 wurde der Verband in „Kriegsopferhilfe“ umbenannt. In einer Versammlung am 25. Februar 1950 tauchte zum ersten Mal der Name „VdK“ auf.

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Im Ortsverband Wüsting werden seit 1948 jährlich verschiedene Veranstaltungen, vom Tanzvergnügen über Tagesausflüge bis hin zu Urlaubsfahrten, angeboten. So hat sich der VdK entwickelt vom reinen Kriegsopferverband zum heutigen „Sozialverband VdK“ mit bundesweit etwa 1,2 Millionen Mitgliedern, der sich für die Interessen aller sozial Benachteiligten einsetzt und gleichzeitig für Geselligkeit sorgt.

Jubiläum wird am 7. Oktober mit buntem Programm gefeiert

Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Wüsting ist Gunda Menkens seit Februar 1989. Sie trat damals in die Fußstapfen ihres im Dezember 1988 verstorbenen Vaters Erich Mönnich, der den Verband von Mai 1974 bis zu seinem Tode geführt hatte. Vor ihm hatten Adolf Reinken (von Januar 1949 bis April 1974) und Rudolf Bümmerstädt (im Gründungsjahr 1948) den Vorsitz inne gehabt.

Gunda Menkens arbeitet auch hauptberuflich für den VdK. Die 59-Jährige ist in der Geschäftsstelle in Oldenburg beschäftigt. Unterstützt wird sie im Vorstand von dem stellvertretenden Vorsitzenden Wilfried Harfst, Schriftführer Hans-Günter Ostermann (Stellvertreterin Elfriede Schütte), Kassenverwalterin Rita Asche sowie den Beisitzern Heinz Osterloh, Friedel Vink und Hans-Hermann Cassebohm.

Das 60-jährige Bestehen des VdK-Ortsverbandes Wüsting wird am Sonntag, 7. Oktober ab 14.30 Uhr in der Gaststätte „Zur Mühle“ (Buchholz) gefeiert. Für Unterhaltung sorgen der Männergesangverein Wüsting, die „Wackeltenöre, Sängerin Sonja Christin, die Linteler Musikanten und Sketche. Mitglieder werden gebeten, sich bis zum 25. September anzumelden.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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