• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Pfadfinder sind die Vorreiter

11.09.2018

Sage Großen Wert hat die Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz schon immer auf die Beachtung ökologischer und sozialer Kriterien im Hinblick auf Einkaufsverhalten und alltägliches Handeln sowie ein nachhaltiges Beschaffungsmanagement gelegt. Diese Anstrengungen wurden am Samstag mit einer Zertifizierung im Projekt „Zukunft einkaufen“ (ZE) belohnt.

Dirk von der Heide, Leiter der Pfadfinderbildungsstätte, und rund 40 Jugendliche, die sich in Sage zur Vollversammlung des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), Bezirk Oldenburg, eingefunden hatten, nahmen das Zertifikat von Martina Faseler vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen sowie Chris Böer von der Aktion „Brot für die Welt“ während einer Andacht entgegen.

Damit ist die Pfadfinderbildungsstätte Sager Schweiz als erste Einrichtung im Bereich der Oldenburgischen Landeskirche in dem Projekt zertifiziert worden. Für Helena Inkermann, die das Projekt „Zukunft einkaufen“ mit einer Stelle beim ev.-luth. Oberkirchenrat leitet und in den Kirchengemeinden und Einrichtungen für das Projekt wirbt, ist das ein wichtiger Schritt.

Ziel ist es, das eigene Einkaufsverhalten auf den Prüfstand zu stellen und den Anteil öko-fairer Produkte systematisch zu erhöhen. Das sind Denkansätze, die in der Pfadfinderbildungsstätte seit der Gründung verfolgt werden. Mit der Zertifizierung wurde zugleich das Engagement für die Bewahrung „Gottes guter Schöpfung“ und globale Gerechtigkeit belohnt.

Gerd Pöppelmeier, Vorsitzender des ZE-Beirates, hob in der Andacht unter freiem Himmel die Bedeutung des kirchlichen Siegels hervor. „Das Denken und Handeln in Einklang zu bringen, ohne dabei Mensch und Natur zu schaden, ist wichtiger denn je.“

Dahinter stehe auch die Frage: Wie viel Wohlstand brauchen wir tatsächlich, muss die Wirtschaft auf Kosten kommender Generationen und auch der Natur stetig weiter wachsen? Von 1975 bis 2005 sei das Bruttosozialprodukt in Deutschland stark gestiegen. Umfragen zeigen aber, dass die Zufriedenheit der Bürger in dieser Zeit um 16 Prozent gesunken sei. Geld und Wohlstand seien anscheinend nicht alles.

Aus dieser Erkenntnis heraus wurde die Stelle beim Oberkirchenrat geschaffen. Helena Inkermann hat nun die Aufgabe, in den Gemeinden und Einrichtungen für maßvolleres Handeln und Einkaufen vor christlichem Hintergrund zu werben.

Thomas Adomeit, Vertreter im Bischofsamt, bezeichnete die erste Zertifizierung im Projekt „Zukunft einkaufen“ als Meilenstein. Er wünschte allen Beteiligten, diese Impulse ins Land zu tragen. Besonders richtete er diese Worte an die 40 Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Sie seien quasi die Leuchttürme im Land.

Beim Rundgang konnten die Teilnehmer vieles über den Bau der Bildungsstätte von Dirk von der Heide erfahren. Vom Fußboden mit der ehemaligen Pflasterung des Bahnhofs Großenkneten bis zu Regalen aus alten Obstkisten für die Hausschuhe reichte die Spanne. Und wie Beschaffungsmanagement ökologisch fair betrieben werden kann, das zeigte eine Ausstellung mit umweltverträglichen Produkten.


     www.zukunft-einkaufen.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.