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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mehr Wasser zwingend nötig

17.08.2019

Sage Mit dem Lethe-Gewässerentwicklungsplan, erstellt durch die Hunte-Wasseracht, und der Bedeutung der Lethe im Hinblick auf die Ahlhorner Fischteiche und deren Wasserbewirtschaftung beschäftigte sich das „Letheforum“ am Donnerstagabend in einer viel beachteten öffentlichen Sitzung bei Otte in Sage. Dr. Remmer Akkermann freute sich über die Resonanz und den Besuch des Geschäftsführers der Hunte-Wasseracht, Hans-Dieter Buschan, der in seinem Vortrag den Lethe-Entwicklungsplan vorstellte. Mit ihm war der stellvertretende Vorstand der Hunte-Wasseracht, Werner Würdemann, mit nach Sage angereist.

„Es handelt sich hier um eine Angebotsplanung, die auf die Zukunft ausgerichtet ist und sich mit der Wasserwirtschaft und naturschaffenden Maßnahmen beschäftigt. Die Umsetzung ist Sache des Landes und des Bundes. Bislang konnten mangels Geldes nur zwei Prozent daraus umgesetzt werden“, zeigte Buschan auf. Schwierig sei die Beantragung der EU-Mittel, und die Angst vor Rückzahlung bei Fehlern sei groß.

Der Geschäftsführer bezifferte die Gesamtlänge der Lethe auf 37 Kilometer. Untersucht wurden davon 25 Kilometer. Die Oberlethe mit zwölf Kilometern fand keine Berücksichtigung. Der Verlauf wurde in Lethe-Abschnitte aufgeteilt. Buschan stellte deren Bedeutung zwischen Emstek, Ahlhorn und Wardenburg vor. Dabei wurden die Defizite in den einzelnen Abschnitten vorgetragen. Gelistet wurden Maßnahmen zur Flussbettgestaltung und Laufverlängerung bis hin zu Maßnahmen zur Verringerung der Feststoffeinträge sowie Maßnahmen zur Auenentwicklung.

Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn, betonte, dass sie das Wasserproblem der Fischteiche seit 30 Jahren kenne. Auch ein Pumpwasserwerk habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Deshalb seien Hydrologen eingestellt worden, um genauere Messergebnisse zu erhalten.

Einer davon ist Jörn Schöttelndreier, zuständig für Waldökologie und -naturschutz. Er stellte aus hydrologischer Sicht die Zu- und Ablauf-Situation vor. 3,8 Mio. cm³ würden in die Teiche über die Lethe einfließen, noch einmal 0,8 Mio. cm³ aus dem Lethegraben. Das seien 125 Liter/Sekunde. „Viel zu wenig.“ Notwendig seien 150 Liter/Sekunde, um eine Durchgängigkeit zu erreichen.

Diese wiederum würden aber die Ansiedlung bestimmter Kleinkräuter und die Amphibien im Bestand gefährden. Schöttelndreier: „Es muss eine Entscheidung für mehr Durchgängigkeit oder für die Naturgegebenheiten getroffen werden.“

Wie Schöttelndreier weiter betonte, hätten die Messsonden an den Zu- und Abläufen auch gezeigt, dass 144 Tonnen Nitrat pro Jahr (167 t mit dem Graben) eingetragen würden. Raus kämen aus den Teichen nur 34 Tonnen. „Ab 200 Tonnen pro Jahr gibt es massive Probleme. Wir brauchen einfach mehr Wasser.“

Am Ende war guter Rat teuer. Das zeigte auch die Diskussion. Die FFH-Gebiete aufgeben wollte niemand. Die Gewässerqualität, zurzeit Stufe 5, zu verbessern, sei aber auch wichtig. Konsens war, Bund und Land mehr in die Pflicht zu nehmen. Es müsse endlich gehandelt werden.

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