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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zukunft des Platzes mobilisiert die Bürger

11.05.2018

Sandkrug Der Orts- und Bürgerverein (OBV) Sandkrug hat am Dienstagabend gut 180 Interessierten die Gelegenheit gegeben, über die Zukunft des Auvers-le-Hamon-Platzes zu sprechen. Seitdem die CDU-Fraktion in der NWZ den Franzosenplatz als möglichen Standort für einen Verbrauchermarkt genannt hat, rumort es im Ort – beinahe wie 2011, als das Thema schon einmal akut war.

Der Bürgerverein

Ein Gewinner des Abends ist klar der OBV. Bis zur Veranstaltungshalle der Gemeinde hatten 100 Bürger sich in einer Unterschriftenliste gegen einen Markt auf dem Platz ausgesprochen. Hinterher waren es noch etwa 50 mehr. 1. Vorsitzende Petra Schütte-Lange erhielt viel Beifall, als sie die Ziele des Vereins benannte: Erhalt des Platzes, Erhalt der Bäume und Erhalt der Dünenlandschaft.

Edo Wübbenhorst (Vertreter im Senioren- und Behindertenbeirat) legte dar, dass der Platz und sein Umfeld ein erhaltenswertes Alleinstellungsmerkmal Sandkrugs sind. Wübbenhorst zeigte auch, dass der Ort Sandkrug im Prinzip nur in Richtung Streekermoor noch deutlich wachsen kann – und ein Verbrauchermarkt viel eher im Bereich des Mühlenwegs Sinn macht als am verkehrstechnisch problematischen Auvers-le-Hamon-Platz, an dessen Randlage sich auch in Zukunft wegen des Waldes und der Bahnstrecke nichts ändern wird.

Die Bürger

Vonseiten der Zuhörer gab es klare Ansagen. Streekermoor vertrage angesichts des künftigen Baugebietes am Mühlenweg auch eine Einkaufsmöglichkeit, so eine Bürgerin. Ein Markt am Mühlenweg könne zu einer Entlastung der Kreuzung Bümmersteder/Astruper Straße führen, meinte ein anderer. Ebenfalls eine Meinung, für die es viel Beifall gab: „Es gibt bei uns im Ort genügend Supermärkte zum Sattwerden. Sonst kommt zu uns zur Tafel.“

Der Bürgermeister

Bürgermeister Christian Pundt machte die rechtlichen Grundlagen deutlich: Supermärkte unter 800 m² Verkaufsfläche dürfen praktisch für jeden Bereich der Gemeinde einen Bauantrag stellen. Erst ab 800 m² seien Verträglichkeitsgutachten und das Schaffen eines Sondergebietes erforderlich, so Pundt. Im aktuellen Einzelhandelskonzept für Hatten haben die Experten der Beratungsgesellschaft Cima betont, dass im Grunde nur der Ortskern als Verbrauchermarktstandort in Frage kommt.

Pundt bestätigte, dass es Überlegungen des Netto-Marktes gibt, die Astruper Straße zu verlassen. Dies sei eine unternehmerische Entscheidung. Versuche der Verwaltung, als Alternative einen stark vermissten Drogeriemarkt in die Gemeinde zu holen, seien mangels Interesses der großen Ketten gescheitert. Stattdessen wird wohl Wardenburg einen Drogeriemarkt bekommen. Der Bürgermeister verwies bei der Frage, warum denn der Franzosenplatz trotz hoher Priorität bislang nicht von Dorferneuerungsmaßnahmen profitiert hat, auf die Entscheidungsbefugnis des Rates. Ob sich dort in naher Zukunft etwas ändern wird, bleibt ungewiss.

Die CDU

Einen schweren Stand hatten die CDU-Vertreter auf der Bürgerversammlung. Sie hatten mit der Entscheidung, über die NWZ den Auvers-le-Hamon-Platz als Verbrauchermarktstandort ins Spiel zu bringen, für erhebliche Unruhe gesorgt. „Wir wollten eine Diskussion anstoßen und das ist uns gelungen“, stellte Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze fest.

Am Tag nach der Versammlung sagte CDU-Ratsherr Benjamin Stanke zur NWZ. „Der Abend hat gezeigt, die Vereine und Institutionen müssen mehr miteinander reden. Ich sehe es genauso wie der OBV – der Auvers-le-Hamon-Platz muss als Veranstaltungsort weiter aufgewertet werden.“

Parteipressesprecher André Klümpen unterstreicht: „Die CDU vertritt weiterhin klar den Standpunkt, dass der Ortskern gestärkt werden muss. Deshalb sind wir auch für eine Aufwertung unseres Festplatzes. Deshalb sind wir gegen eine Zerschlagung des Standorts Astruper Straße durch Verlagerung des Netto-Marktes. Wir sind der Meinung, dass es eine Vielfalt des Angebots an Einkaufsmöglichkeiten geben sollte.“

Dies sei auch eine Frage der Lebenshaltungskosten. Da eine Größe von über 1000 m² bei Verbrauchermärkten Standard sei, müsse über die rechtlich zulässigen Standorte geredet werden. „Insoweit steht leider auch der Franzosenplatz für konkrete Interessenten immer im Blickpunkt. Was aber nicht zur Beeinträchtigung der Nutzung und der Landschaft führen darf.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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