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Barneführer Holz: Ein Freund des Waldes geht in den Ruhestand

24.04.2021

Sandkrug Über 37 Jahre hat Karl-Heinz Pelster die Revierförsterei Sandkrug der Niedersächsischen Landesforsten geleitet. Am Freitag wurde er in den Ruhestand verabschiedet. In Sandkrug und im Barneführer Holz werden der 64-Jährige und seine Frau Hiltrud aber weiter zu sehen sein. Das Ehepaar bleibt im Forsthaus am Barneführerholzweg wohnen. Darüber freuen sich besonders Sandkrugs Feuerwehrkameraden, mit denen die Pelsters eine besondere Beziehung verbindet.

Nach dem großen Orkan

Aufgewachsen ist Karl-Heinz Pelster in Dissen am Teutoburger Wald. Durch den Beruf seines Vaters hatte er schon früh Kontakt mit der Forstarbeit. „Schon als Kind habe ich meinem Vater beim Weihnachtsbaumschlagen geholfen“, sagte Karl-Heinz Pelster rückblickend. Seine forstliche Ausbildung begann 1973, ein Jahr nach dem großen Orkan „Quimburga“, im ehemaligen Forstamt Osterholz-Scharmbeck. Weitere Stationen waren die ehemaligen Forstämter Bederkesa, Cloppenburg, Lingen und Hasbruch. Im Februar 1984 übernahm Karl-Heinz Pelster von Bruno Struthoff die Leitung der Revierförsterei Sandkrug.

Mehr als 50 Schul- und Forstpraktikanten haben bei ihm einen Einblick in die Waldarbeit bekommen. Viele Bürger kennen ihn durch Führungen und von Vorträgen. Bei seiner Arbeit im Wald hatte er immer noch Zeit für einen kleinen Plausch mit Spaziergängern, Joggern und Wanderern.

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Ein besonderes Verhältnis entwickelte er zu den Feuerwehren in der Gemeinde. „Die Feuerwehrleute haben mich sofort in ihren Reihen aufgenommen,“ erzählt Karl-Heinz Pelster. Als langjähriger Waldbrandbeauftragter hat er etliche Waldbrandübungen, auch von Wehren aus der Wesermarsch und Ostfriesland, mit Rat und Tat unterstützen können. „Mit den vielen Jungbeständen nach dem Orkan saß man hier in Sandkrug wie auf einem Pulverfass,“ blickt Pelster zurück. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forst blieb es nur bei kleinen Bränden, die gemeinsam und schnell unter Kontrolle gebracht wurden.

Pelsters großes Ziel war es, den Laubholzanteil der großen Nadelholzkomplexe im Bereich der Osenberge zu erhöhen. Zur Qualitätssicherung des Grundwassers, das im angrenzenden Wasserwerk für die Bevölkerung der Stadt Oldenburg gefördert wird, konnten die Nadelholzbestände durch Buchen ergänzt werden. So sind fast 100 Hektar Mischwald, rund zehn Prozent der Gesamtfläche der Osenberge, als ökologische und erholungsfreundliche Aufwertung des Waldes entstanden.

Waldfriedhof eingerichtet

Während seiner Dienstzeit wurden alle Brücken im Revier neu gebaut und das Kulturdenkmal „Alte Jagdhütte“ im Barneführer Holz aus Mitteln der Denkmalpflege restauriert. In den Neuosenbergen richtete der Förster einen Waldfriedhof ein, wo alleine seit Gründung mehr als 1000 Tiere ihre letzte Ruhestätte fanden.

Karl-Heinz Pelster will sich nun mehr Zeit für seine Familie und seine Hobbys nehmen – und seine Frau bei der Arbeit unterstützen, wie er am Tag seiner Verabschiedung verriet.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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