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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Bier ist keine Konserve“

17.04.2019

Sandkrug „Opa’s Liebling“, „Zappenduster“ oder auch „Tungeler Frühling“: Craftbier boomt und nicht nur beim Geschmack, sondern auch bei der Namensgebung zeigen sich die Erzeuger von ihrer kreativen Seite – leider manchmal auch mit Deppenapostroph. Bierbotschafter Timo Schwindt (33) aus Sandkrug konzentriert sich bei seiner Auswahl da lieber auf die geschmackliche Seite der neuen Biere.

Der Sandkruger hat sich vor zwei Jahren mit seiner Firma „Crown Craft Culture“ (übersetzt „Krone, Handwerk, Kultur“) selbstständig gemacht. Seitdem hat er seinen Wirkungskreis beständig erweitert und tut viel dafür, das Wissen um das Brauereihandwerk weiterzugeben. Seine Mischung aus praktischem und theoretischem Unterricht – so zum Beispiel beim Ausflug in die Welt der Biere auf dem Hof Suhrkamp in Sandhatten und beim Partyservice Gabriel in Sandkrug – kommt gut an. Gleiches gilt für die Tasting-Seminare in der VHS Wildeshausen – alles andere als ein trockener Unterricht. Ein besonders großes Publikum verschaffte ihm die Teilnahme an den letzten beiden Sandyfesten in Sandkrug.

Mehr Aromen als Wein

Sorgen, dass er den Leuten keine neuen Biere mehr vorstellen kann, muss Schwindt nicht haben. So gibt es etwa 150 verschiedene Bierstile auf der Welt. Im Vergleich zum häufig als etwas edler angesehenen Wein hat Bier außerdem einen überraschenden Vorteil: „Wein hat 2000 Aromen, Bier etwa 4000“, verrät der Biersommelier.

Bleibt also viel Spielraum für die Biermacher, sich von ihren Mitbewerbern zu unterscheiden. „Etwa 1500 Brauereien gibt es zurzeit allein wieder in Deutschland“, sagt er. Immer mehr Konsumenten wüssten es zu schätzen, spannende Alternativen zu den bewährten Bieren nutzen zu können. Trotz der technischen Entwicklung der Brauanlagen bleibe das Biermachen ein Handwerk, so Schwindt, der IHK-zertifizierter Bierbotschafter und geprüfter Biersommelier ist. „Das fängt schon beim Selberschroten des Malzes an.“

Sein eigenes Vertriebssystem baut Schwindt parallel zu seinen anderen Aktivitäten aus. Im Kiosk Sandkrug, Bahnhofstraße 4, hat er jetzt in Absprache mit Pächterin Christina Lehmhus eine ganze Ecke mit regionalen und internationalen Varianten des Gerstensaftes eingerichtet. Ein Bierkühlschrank sorgt ähnlich wie beim Wein dafür, dass die Craftbiere bereits die optimale Temperatur besitzen. Das ist auch deswegen wichtig, weil die Mindesthaltbarkeit vieler „Handmade“-Biere kürzer als die herkömmlicher Industriebiermarken ist. „Handwerklich und unbehandelt“, so lautet das Versprechen, mit dem die innovativen Produzenten werben. „Bier ist keine Konserve und muss ordnungsgemäß gelagert werden, damit es perfekt schmeckt“, sagt Schwindt.

Da brummt der Kopf

Biere sind bekanntlich auch passende Begleiter für deftige Speisen – und die Grillsaison nur noch wenige Tage entfernt. Deshalb hat der Bier-Experte im Regal auch Platz für Barbecue-Soßen mit Braumalz und anderes Bier-Gewürz geschaffen. Wem angesichts dieser Auswahl bereits der Kopf brummt oder wer unbedingt noch mehr über die Kunst des Bierbrauens und -trinkens erfahren möchte, kann sich schon mal folgende Termine notieren:
 Freitagabend, 26. April, Biertasting im Bümmersteder Krug mit Timo Schwindt (Anmeldung: Telefon  0441 42615 oder per E-Mail an info@buemmersteder-krug.de) und
 Samstag, 29. Juni, Bier- und Whisky-Tasting bei der Möbeltischlerei Hattendorf, Mühlenweg 90.

Deutschland ist zwar Biertrinker-Land, aber international, gemessen am Output nicht in der Spitze vertreten. Ganz vorn bei den großen Produzenten liegen Anheuser-Busch (Belgien), Heineken (Niederlande) und China Resources Breweries (China). Die großen Drei hatten 2017 fast 50 Prozent Marktanteil (956 Millionen Hektoliter).

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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