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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eisenbahn-Geschichte in der Gemeinde Hatten: Als die Bahn in Sandkrug dreimal hielt

03.03.2021

Sandkrug Wie überall war auch in Sandkrug die Bahn Impulsgeber für weitere Entwicklung, sowohl was die Besiedlung betrifft als auch das Ausflugsverhalten der Stadtoldenburger. Allerdings hat es in der Tat Jahrzehnte gedauert, bis eine rege Siedlungstätigkeit nachzuweisen ist. Noch 1900 waren nur wenige Gebäude östlich des heutigen Hatter Weges verzeichnet.

Dies änderte sich jedoch in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg. So kam es dazu, dass auf Hatter Gemeindegebiet schließlich drei Stationen lagen, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch in Funktion waren.

Waggon als Wetterschutz

7,8 Kilometer vom Oldenburger Hauptbahnhof entfernt und knapp 3 km vor dem Bahnhof Sandkrug lag der Haltepunkt „Posten 8“. Dieser bestand nur aus zwei kurzen, einfachen Bahnsteigen. Nicht alle Personenzüge hielten dort. Noch in den 1950-er Jahren bot ein dort platzierter ausrangierter Waggonaufbau einen Wetterschutz für die wenigen Reisenden (fast alle Pendler nach Oldenburg), die vor allem im Bereich des „Wunderhorns“ wohnten.

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Der Name des Haltepunktes kommt vom dortigen Bahnwärterhaus, eben dem 8. Streckenposten ab Oldenburg. Alle diese Streckenhäuser wurden, und das ist ein Charakteristikum der G. O. E. (Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn), unter 45 Grad zur Strecke gebaut, mit zwei Fenstern „über Eck“ in der den Gleisen zugewandten Stube. Diese dienten nicht nur der Zug- bzw. Streckenbeobachtung, sondern in den ersten Jahren, als die Signale noch nicht beleuchtet waren, wurden Signallampen in das jeweilige Fenster gestellt. Das Gebäude „Posten 8“ gibt es noch heute, es ist ein privates Wohnhaus. Ansonsten deutet nichts mehr auf den ehemaligen Haltepunkt hin.

Edo Wübbenhorst BILD: privat

Seit 1960er Jahren Zeitzeuge

Was unterscheidet Sandkrug gravierend von seinem Nachbarort Wardenburg? Hier hält die Bahn und das jeden Tag! Ein Infrastrukturvorteil, der im Alltag nicht nur Freude bereitet. In einer Artikel-Reihe beleuchtet der Sandkruger Edo Wübbenhorst (74), seit den 1960er Jahren Nachbar des Bahnhofs, die Geschichte der Bahn und wirft auch einen Blick in die Zukunft.

Der zweite heute nicht mehr existierende Haltepunkt war die Station „Barneführer Holz“, über dreieinhalb Kilometer südlich des Bahnhofs Sandkrug, also schon im eingleisigen Streckenbereich gelegen. Dort gab es eine „Ausweiche“, also ein mit zwei Weichen an das Hauptgleis angeschlossenes Parallelgleis mit Bahnsteig und sogar zwei Stellwerkhäuschen. An Wochenenden hielten dort bis zum Zweiten Weltkrieg Ausflüglerzüge, und es war beliebt, durchs Barneführer Holz entweder zum Bahnhof Sandkrug oder nach Huntlosen zu wandern, wobei unterwegs beispielsweise in der Jagdhütte oder beim Forsthaus eingekehrt werden konnte.

Fernsteuerung versagt

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente diese Station noch als Ausweiche, wurde aus Rationalisierungsgründen aber auf Fernsteuerung vom Bahnhof Huntlosen aus umgebaut. Und so geschah Anfang der 1960-er Jahre das Unglück, dass eine Weiche zu früh verstellt wurde, als sie ein Güterzug gerade befuhr (es gab damals ja noch keine Videoüberwachung). Natürlich entgleisten etliche Waggons, einige stürzten auch um. Die Strecke war blockiert.

Dieses Malheur war letztendlich Anlass, die Station außer Betrieb zu nehmen und einige Jahre später gänzlich abzubauen. Auch hier deutet heute nichts mehr auf die Ausweiche und die kleinen Stellwerke hin.

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