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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Eisenbahn in Sandkrug: Weichen werden noch mechanisch gestellt

03.03.2021

Sandkrug Bei der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn (G. O. E.) waren die Bahnhöfe quasi genormt. Der Bahnhof Sandkrug war seiner eingeschätzten Bedeutung nach ein Typ III. Klasse.

Er bestand aus einem zur Bahn giebelständigem Mittelteil und zwei im First etwas niedrigeren traufständigen Anbauten, wobei der nördliche Teil der Güterabfertigung diente. Das Gebäude war ganz aus Backsteinen errichtet; die Staatsbahn unterhielt hierzu übrigens eine eigene Ziegelei bei Huntlosen.

Erhebliche Umbauten musste sich der Bahnhof gefallen lassen: Ein zunächst südlich angebauter Schuppen war 1930 nicht mehr vorhanden. 1938 wurde gleisseitig ein Stellwerk in Holzkonstruktion errichtet und im Dachgeschoss die Gauben verlegt. Vermutlich sind wegen dieser Modifikationen auch einige Wände verputzt worden.

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Toilette abgerissen

Noch in den 1950-er Jahren wurde ein Toilettenhäuschen, das sich im Bereich der heutigen Bahnhofsallee im Bereich der roten Telefonzelle befand, ersatzlos abgerissen. Und ebenfalls aufgegeben wurden die Abzäunungen des Bahnsteigs, den man nur mit Fahr- oder Bahnsteigkarte durch die Bahnsteigsperre betreten konnte. Immerhin diente der Bahnhof in den 1960-er Jahren als Postkartenmotiv des Luftkurortes.

Der Bahnsteig befand sich am und nördlich des Bahnhofs, das zweite (westliche) Gleis wurde durch einen zwischen den Gleisen liegenden Inselbahnsteig, der durch einen über das östliche Gleis führenden Weg angebunden war, erschlossen.

Technisch wurde der Bahnhof durch ein Stellwerk (Sn = Sandkrug Nord) an der Schultredde unterstützt. Dieses wurde allerdings erst lange nach Inbetriebnahme der Bahn erbaut, zuvor wurde die Strecke von einem unmittelbar südlich gelegenen Bahnwärterhaus, das ebenfalls noch heute vorhanden ist, aus überwacht.

Charme ist entstellt

Das Stellwerk Sandkrug Nord ist seit über zwei Jahrzehnten außer Funktion und seit Jahren abgerissen, das Grundstück gehört heute der Gemeinde. Der dortige Bahnübergang wird seitdem vom Bahnhof aus mit Kameras überwacht und mechanisch fernbedient: Echte Knochenarbeit für die Bediensteten!

Über den Autor

Was unterscheidet Sandkrug gravierend von seinem Nachbarort Wardenburg? Hier hält die Bahn und das jeden Tag! Ein Infrastrukturvorteil, der im Alltag allerdings nicht nur Freude bereitet. In einer Artikel-Reihe – heute lesen Sie den dritten Teil – beleuchtet der Sandkruger Edo Wübbenhorst (74), bereits seit den 1960er Jahren Nachbar des Bahnhofs, die lange Geschichte der Bahn und wirft auch einen Blick in die Zukunft.

Die größten Veränderungen erfuhr der Bahnhof nach der Bahnreform, die private Schienenverkehrsanbieter zuließ. Seit 2000 bedient die Nord-West-Bahn statt der Deutschen Bahn (DB) den Personenverkehr.

Zuvor fanden erhebliche bahninterne Umstrukturierungen statt, im Zuge derer die DB den Bahnhof schlicht verkaufte.

Vieles noch mechanisch

Der neue Besitzer ließ zwei pavillonähnliche Bürotrakte anbauen und die Dachkonstruktion modifizieren. Diese Änderungen passen allerdings leider weder farblich noch stilistisch und entstellen den ursprünglichen Charme des Bahnhofs.

In krassem Gegensatz zu dieser Modernisierung steht die noch heute verwendete mechanische Bahntechnik: Sandkrug gehört zu den inzwischen raren Orten, in denen es noch die altbekannten Formsignale (Flügelsignale) gibt, deren Bedienung viel körperliche Kraft erfordert. Auch Weichen werden mechanisch gestellt.

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