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Bären-Triathlon findet doch statt
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Aktualisiert vor 13 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hatter Helfer zu ihrem Glück gezwungen

01.12.2018

Sandkrug /Hannover „Unbezahlbar und freiwillig“, so heißt ein Wettbewerb, der den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement jährlich an herausragende Beispiele vergibt. In diesem Jahr gehören fünf Hatter Bürger zu den Geehrten: die Ehepaare Burchardt und Ibelings aus Sandkrug sowie George Lazar.

Seit mehr als vier Jahren kümmern sie sich um geflüchtete Menschen, die in die Gemeinde Hatten kommen. Lazar war selbst 2014 mit seiner Familie aus dem Bürgerkriegsland Syrien in Sandkrug gelandet. Dort traf er auf die beiden Ehepaare, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu der gemeindeeigenen Flüchtlingsunterkunft an der Schultredde wohnen.

Rat neben der Tafel

Längst spricht und versteht der 59-Jährige so gut Deutsch, dass er die Ehrenamtlichen als Dolmetscher unterstützt. An jedem Freitagnachmittag öffnen sie gemeinsam pünktlich um 14 Uhr ein privates Beratungsbüro in den Räumen der Ev.-Freien Gemeinde Sandkrug, Ludwig-Erhard-Straße 2. „Nebenan öffnet dann auch die Hatter Tafel, deshalb passt das gut“, erzählt Vera Ibelings. Anfangs saßen die Ratsuchenden, geduldig wartend, bis um 20 Uhr vor der Tür, erinnert sie sich.

Auch wenn zurzeit nur noch wenige Geflüchtete neu nach Hatten kommen, reißt der Beratungs- und Hilfebedarf nicht ab. Auf Unverständnis stößt bei den Ehrenamtlichen vor allem der doppelte Formularaufwand, wenn beispielsweise ein Umzug von Hatten in die Stadt Oldenburg ansteht. „Dann muss vieles erneut ausgefüllt werden, was längst schon in Hatten passiert ist“, ärgert sich Vera Ibelings. Zum Glück befinde sich mit Rainer Burchardt ein juristischer Fachmann in der Gruppe. „Ohne ihn würden wir über manches Schreiben selber rätseln.“ Die Zeit, in der jeder Behördengang oder Arztbesuch begleitet wurde, ist vorbei. Die Ehrenamtlichen erziehen ihre Klienten zur Selbstständigkeit, das sei auch für die Betreffenden selber wichtig.

Vorgeschlagen hatte Sozialamtsleiterin Heike Kersting im April dieses Jahres das Quintett – ohne deren Wissen. Da sie die Frauen und Männer seit Jahren kennt, ahnte sie schon, dass diese wegen ihrer Bescheidenheit „einfach mal zu ihrem Glück gezwungen“ werden mussten. „Als wir davon hörten, war uns das erst auch gar nicht so recht“, gibt Vera Ibelings zu. Nach der Feierstunde in Hannover sehen die Sandkruger das ganz anders. Ministerpräsident Stephan Weil habe sie durch seine bodenständige Art überzeugt. Außerdem habe es Gelegenheit gegeben, andere Initiativen kennenzulernen. Nicht zu vergessen die 3000 Euro, die die Hatter zur Unterstützung ihrer weiteren Arbeit bekommen haben.

Millionen engagieren sich

Bereits zum 15. Mal wurden in Hannover die Preisträger des Wettbewerbs ausgezeichnet. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil lobte bei der Abschlussveranstaltung den selbstlosen Einsatz von fast 3,2 Millionen Menschen, die sich in Niedersachsen freiwillig und gemeinwohlorientiert engagieren.

„Ehrenamtliches Engagement gehört zum Rückgrat unserer Gesellschaft“, sagte Weil. „Bürger, die über den eigenen Tellerrand schauen und Verantwortung übernehmen, sind von unschätzbarem Wert. Ihr Engagement sorgt für Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und wirkt in einem besonderen Maße integrativ, gemeinschafts- und solidaritätsstiftend.“ Insgesamt wurden in diesem Jahr Preise im Gesamtwert von 33.000 Euro vergeben. Ausgelobt wird der Wettbewerb gemeinsam von den niedersächsischen Sparkassen, den VGH Versicherungen und der Landesregierung.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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