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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ein Klick sagt mehr als viele Worte

20.02.2019

Sandkrug Der Boden des Mülleimers vor dem Sandkruger Bahnhof hängt nur noch an einer Schraube. Sein Inhalt, eine Bananenschale, Plastikverpackungen und auch zwei Bierflaschen, liegen um den grünen Behälter verstreut. Möglicherweise ein Defekt, wahrscheinlich leider eher Vandalismus. Auf jeden Fall ein Fall für den Schadenmelder.

Die Gemeinde Hatten bietet seit November 2015 über ihre Homepage jedermann die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Schäden im Hatter Rathaus zu melden. Egal ob mit dem Smartphone oder am PC: Bürger können kurz ihre Beobachtungen beschreiben und an die Verwaltung schicken. Der Link zum Melder steht ganz oben auf der Startseite, ähnlich prominent platziert ihn Hattens Nachbargemeinde Hude.

Besser als Oldenburg

Ein vergleichender Blick auf die Homepages der Stadt Oldenburg und der Gemeinde Wardenburg zeigt, dass das nicht selbstverständlich ist. Wardenburg scheint diese Möglichkeit gar nicht anzubieten, auch eine Suche auf der Webseite bringt keinen Erfolg. Die Stadt Oldenburg dagegen hat einen Schadenmelder, allerdings reichlich versteckt unter dem Oberbegriff Online-Services.

Neuerdings kann der Hatter Schadenmelder sogar etwas, was die anderen nicht können. Statt mit Worten können Bürger den Standort des Problems direkt auf einer Karte markieren und eine Nachricht dazu stellen. Möglich macht das ein Service des Anbieters Map-One, den die Gemeinde nutzt. Kleine Überraschung: die Karte zeigt nach dem Öffnen das Gemeindegebiet, allerdings ist der einwohnerstärkste Ort, Sandkrug, von einem Menü verdeckt.

Sandkrug verdeckt

Ein wenig muss die Karte mit der Maus verschoben und reingezoomt werden, dann ist der Bahnhof gut zu sehen. Mit einem Mausklick markiert die NWZ-Redaktion den Standort des Mülleimers, schreibt ein paar erklärende Sätze dazu und drückt auf „OK“. Jetzt noch die Mailadresse info@hatten.de eingetippt und ab geht die Post.

„Die Schadenmeldung ist durch die Karte interaktiv geworden“, sagt Bürgermeister Christian Pundt. Generell werde das Instrument gut angenommen, so Hattens Bürgermeister. Genaue Zahlen könne er derzeit aber nicht nennen, weil die Nachrichten über die Zentrale verteilt würden. Im Zuge der geplanten, „weiteren technischen Einbindung soll auch das möglich werden“, so der Verwaltungschef. Die Hinweise aus der Bevölkerung selbst sind stark von der Jahreszeit geprägt und witterungsabhängig. Als Beispiele nennt die Verwaltung die Straßenbeleuchtung: von April bis September gingen die Meldungen auf diesem Gebiet gegen Null, in den restlichen, dunkleren Monaten drehe sich das Bild. Laubfall, Probleme nach Starkregen und Sturmschäden gehörten ebenfalls zu den häufigeren Meldungen.

Grundsätzlich macht ein Schadenmelder zweifellos Sinn. Schließlich können die Mitarbeiter des gemeindeeigenen Bauhofs nicht alle öffentlichen Einrichtungen und Flächen ständig im Blick behalten. Der Verwaltungschef sieht allerdings noch Verbesserungspotenzial. „Ein Ampelsystem, das den jeweiligen Stand der Schadensabarbeitung signalisiert, fehlt uns noch“, sagt Pundt.

Im Zuge der weiteren Digitalisierung des Bauhofes will die Gemeindeverwaltung dieses Feature deshalb integrieren. Sobald ein gemeldeter Schaden dann abgearbeitet und als erledigt dokumentiert ist, würde automatisch die Ampel auf „grün“ springen und der Hinweisgeber zusätzlich eine E-Mail erhalten. Auf den defekten Mülleimer hat die NWZ-Redaktion, wie gesagt, am Dienstag hingewiesen. Mal sehen, wie lange es bis zur Reparatur dauert.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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