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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Gewerbeverein ist Vergangenheit

22.12.2017

Sandkrug /Kirchhatten Am Ende fehlte dem Gewerbe- und Handelsverein Sandkrug/Streekermoor/Hatterwüsting (GuHV) offensichtlich die Basis für eine zukunftsfähige Arbeit. 17 Mitglieder zählte zum Schluss der Verein, zur letzten Versammlung in dieser Woche, auf der die Auflösung des Vereins endgültig beschlossen wurde, erschienen gar nur noch sieben Mitglieder. Bei zwei Enthaltungen stimmte die Versammlung für das Vereinsende.

Die Hoffnung, die der alte Vorstand mit dem radikalen Schritt verbindet, ist, dass so der Weg für einen Neuanfang frei wird. 1. Vorsitzender Gregor Holtrup: „Angedacht ist ein gemeinsamer Verein mit den Kirchhattern, der für die Gemeinde Hatten zuständig ist, eventuell aufgeteilt in zwei Ortsgruppen.“ Zweimal haben sich seit 2016 die Vorstände des GuHV und der Werbegemeinschaft Hatten zu diesem Zweck getroffen.

Einheit zerbricht 1982

In Kirchhatten ist man allerdings noch nicht ganz so weit. „Die Idee ist da, wir werden im Frühjahr auf der Jahreshauptversammlung darüber reden“, kündigt 1. Vorsitzender Olaf Janssen. Die Idee einer gemeinschaftlichen Interessenvertretung für den Einzelhandel in der ganzen Gemeinde ist beileibe nicht neu: 1982 entzweite sich Werbegemeinschaft Hatten über der Frage, ob die Weihnachtsmärkte in Kirchhatten und Sandkrug jährlich wechselnd ausgerichtet werden.

Von den Anfängen bis zur Auflösung

6. November 1980: Gemeinsame Sitzung der Hatter Gewerbetreibenden in „Hatter Schlemmerstuben“, heute Freizeitzentrum

26. November 1980: erste Ausgabe der Publikation Hatten Extra für Sandkrug und Kirchhatten erscheint

7. Oktober 1981: Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hatten, Hans-Dieter Neumann, entwickelt den noch heute gern gebrauchten Slogan „Hatten hat’s“. Es kommt zum Streit über die ursprünglich im Jahreswechsel geplanten Weihnachtsmärkte in beiden Orten. Die Idee einer Interessenvertretung für beide „Zentren“ scheitert.

Dezember 1982: 1. Sandkruger Weihnachtsmarkt; zuvor Gründung der Werbegemeinschaft Sandkrug –Streekermoor – Hatterwüsting

29. September 1983: erste Anzeige der Sandkruger Werbegemeinschaft mit dem Symbol „Sandy“ – im Zuge eines Preisausschreibens entstanden

5. und 6. Mai 1984: 1. Sandkruger Gewerbeschau

September 1985: Auftakt der jährlichen Sandyfeste in Sandkrug

25. und 26. April 1987: 2. Gewerbeschau

22. März 1990: Gründung des Gewerbe- und Handelsvereins Sandkrug-Hatterwüsting-Streekermoor

September 2002: Das 17. Sandyfest fällt aus. Es gibt Streit um Lärm. In den Folgejahren wird aber wieder gefeiert.

2007: Werbegemeinschaft und GuHV feiern offiziell 25-jähriges Bestehen

9./10. Dezember 2017: 35. Sandkruger Weihnachtsmarkt, der letzte unter der Regie des Gewerbe- und Handelsvereins

18. Dezember 2017: Vorstand beschließt einstimmig auf öffentlicher Sitzung die Auflösung des Gewerbe- und Handelsvereins

Das Vereinsinventar des GuHV fällt nach der Auflösung an die Gemeinde Hatten. Das betrifft in erster Linie die Weihnachtssterne, die Ende 2015 auf stromsparende LED-Technik umgestellt worden waren. Die Weihnachtsbuden aus Holz gehen stattdessen für einen symbolischen Euro an den Orts- und Bürgerverein Sandkrug. Offen ist noch, wie es mit dem beliebten Sandkruger Weihnachtsmarkt weitergeht. Die Ehrenamtlichen im Orts- und Bürgerverein haben mit dem Sandyfest, der Pflege des Bürgerparks und anderen Aktionen (Blumenampeln, Tannenbaum etc.) schon viel um die Ohren.

Bleibt die Hoffnung, dass sich rechtzeitig ein Kreis engagierter Sandkruger finden wird. Sonst wäre der 35. Weihnachtsmarkt in diesem Jahr gleichzeitig der letzte.

Vereine selbstkritisch

Durchaus selbstkritisch hatten bereits im November 2016 die beiden Interessenvertretungen der Kaufleute und Gewerbetreibenden aus Sandkrug und Kirchhatten auf einem gemeinsamen Treffen festgestellt, dass sie von Politik und Verwaltung in der Vergangenheit – zum Beispiel in der Frage von Neuansiedlungen – nach eigener Auffassung nicht ausreichend wahrgenommen und in Entwicklungsprozesse eingebunden worden waren. Dies wäre durch Uneinigkeit und mangelnde Absprache untereinander begünstigt worden, hieß es vor einem Jahr in der NWZ.

Leicht gemacht hat den Sandkrugern der über die Jahre erfolgte Wandel in der Geschäftswelt. Die klassischen Einzelhändler, die sich auf den eigenen Standort konzentrierten, seien immer seltener geworden, stellt Holtrup nüchtern fest. Und der Zusammenhalt der Verbliebenen habe tendenziell eher abgenommen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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