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Aktualisiert vor 5 Minuten.

Einsatz In Gemeinde Wardenburg
Feuer auf Reiterhof in Astrup

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Hatten ist nun auch Fairtrade-Gemeinde

19.03.2019

Sandkrug Die Gemeinde Hatten hat Anfang März Post aus Köln von „TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt“ erhalten. Die Nachricht: Die Kommune hat alle Anforderungen für die Ernennung zur Fairtrade-Gemeinde erfolgreich bestanden.

Wie fing alles an?

Global denken – lokal handeln, Ziele des „Fairen Handels“ – unter diesem Leitgedanken veröffentlichte die Hatter Initiatoren Gerhard Suffert und Susann Kügler im Februar 2016 einen Aufruf in der NWZ. Ziel war die Gründung einer Initiative, um die Agenda 21 aus dem Jahre 1992 zu unterstützen. In dieser Agenda haben sich 172 Staaten verpflichtet, die Armut zu bekämpfen und das Konsumverhalten in der Bevölkerung zu verändern.

Ein wichtiger Baustein dieser Zielsetzung ist der faire Handel, den es zwischen den reichen Ländern dieser Erde (Europa/Amerika) und den südlichen Ländern in Projektform gibt und inzwischen schon etwa sechs Millionen Menschen durch Arbeit in Würde eine auskömmliche Lebensgrundlage ermöglicht hat.

Im Februar 2017 fasste der Gemeinderat einstimmig – bei Enthaltung der CDU – den Grundsatzbeschluss, Fairtrade-Gemeinde werden zu wollen. Im November 2017 wurde offiziell der Antrag durch eine Steuerungsgruppe gestellt. Stadt Oldenburg und Wardenburg sind bereits deutlich vor Hatten zum „Fairtrade-Town“ geworden. In Ganderkesee läuft das Verfahren noch, dort ist im Februar die Schule am Habbrügger Weg eingestiegen.

Ist das Ziel damit erreicht?

„Es gibt noch viel zu tun. Das ist erst der Anfang“, sagt Gerhard Suffert (79). In den vergangenen Monaten hat er immer wieder für das Projekt geworben – unter anderem bei Edeka Uphoff in Sandkrug und auf dem Sandy­fest. Mit weiteren Aktionen gelte es nun, die Fairtrade-Produkte noch bekannter zu machen, ist der Sandkruger noch lange nicht zufrieden.

An Anbietern neben den Teilnehmern der ersten Stunde – Edeka und Gemeindeverwaltung – mangelt es mittlerweile nicht:
 Kirchhatten: Hotel „Zum Deutschen Hause“, Rathaus
 Hatterwüsting: Hotel Meiners (Dorfkrug)
 Sandkrug: Edeka Uphoff, Café Zeitlos, TSG Hatten-Sandkrug, Flora-Apotheke mit Eine-Welt-Gruppe (Kirchenbasar), Bioland-Marktgärtnerei Erdfrüchte
 Sandtange: neu dabei ist der Flugplatz Hatten-Oldenburg, Wulfsweg 6.

Allerdings, so Suffert, würde nur selten öffentlichkeitswirksam auf die Produkte hingewiesen. Auch die Gemeindeverwaltung mache da leider keine Ausnahme. Insider wissen dagegen schon länger, dass der Kaffee und auch kleine Snacks für die Sitzungsteilnehmer aus garantiert fairem Handel stammen.

Wie geht es weiter?

Nach Ostern soll eine Ausstellung in der TSG-Geschäftsstelle das weit verbreitete Phänomen der Kinderarbeit thematisieren. Kindergärten und Schulen hat die Steuerungsgruppe ebenfalls angesprochen, noch ohne greifbares Ergebnis.

Suffert: „Es gilt das Bewusstsein zu schärfen, dass die Umsetzung dieses Gedankens bei jedem Einzelnen beginnt.“ Dafür müssten verfestigte Gewohnheiten überwunden und anderes Kaufverhalten gelernt werden. Das dies nicht einfach sei, hätten die Mitglieder der Steuerungsgruppe erfahren, die diesen Prozess seit zwei Jahren begleiten.

Die Gruppe trifft sich das nächste Mal am 21. März um 16.30 Uhr im Hotel Meiners. Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich unter Telefon  04481 462 melden oder einfach zur nächsten Sitzung kommen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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