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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Sannum: Zwischen großer Chance und Inkonsequenz

18.11.2020
Betrifft: „Gewerbegebiet ganz ökologisch gestalten“ (14. November):

Mit großem Interesse las ich von der Ortsbegehung der Kommunalen Alternativen anlässlich des anstehenden Antrages zur Entwicklung des Gewerbegebietes Sannumer Straße Nord (...). Dieses Vorhaben, bei dem sich neben dem ortsansässigen Großhandel Kornkraft nun auch ein zweiter Betrieb bereit erklärt hat, auf freiwilliger Basis ohne fossile Energieträger und ohne Ausstoß von CO2 zu produzieren und zu wirtschaften, ist in der Tat richtungsweisend.

Ich hoffe sehr, dass die Gemeinde diese große Chance erkennt. Denn welch große Möglichkeit liegt doch darin: Unsere Gemeinde als erste quasi richtungsweisende Gemeinde, die den ‚Zug in die Zukunft‘ nicht (weiter) verschläft, sondern im Gegenteil womöglich als Modellregion voranschreitet und ein erstes Gewerbegebiet in der gesamten Region Nordwest schafft, das – ohne CO2 Ausstoß zu produzieren – wirtschaftet.

Das wäre ein Richtungswandel, der sich wirklich sehen lassen könnte in einer Zeit, da (...) alle begriffen haben, dass wir und unsere Kinder (...) nur eine Zukunft haben, wenn wir ökologischer leben und eben auch wirtschaften beziehungsweise bauen. Wir sollten aufhören, über notwendige Veränderungen zu reden und endlich voranschreiten, auch in den kommunalen, ländlichen Strukturen. Fangen wir jetzt mit der Zukunft an, anstatt nachhaltig denkende Betriebe an andere Standorte verjagen zu wollen.

Jens Illgen Huntlosen

Mit dem ökologischen Ansatz liegt die Kommunale Alternative grundsätzlich richtig. Dabei übersieht die KA aber den wahren ökologischen Fehltritt der Gemeinde. Industrie gehört in ein dafür vorgesehenes und geeignetes Gebiet. Die Umweltzerstörung und Versiegelung von landwirtschaftlich genutzten Flächen muss unterbunden werden. Die ausgewiesenen Industrie- und Gewerbeflächen sind ökologisch weiter zu entwickeln. Das wäre die richtige Wahl für eine zukunftsorientierte Bauleitplanung.

Und was ist mit den vielen anderen von uns aufgedeckten (...) Problemen dieser „Planung“? Beispielsweise das schöngerechnete und unvollständige Schallgutachten, oder die Abholzung von vielen Bestandsbäumen, oder die pauschalisierten und unvollständigen Umweltberichte, oder die Missachtung des Baugesetzbuches, oder die Nichtbeachtung der Flächenversiegelungsvorgabe der Bundesregierung, oder die Missachtung der Agenda 2030, oder die Ignoranz gegenüber dem zunehmenden LKW-Verkehr auch zu Nachtzeiten in ganz Huntlosen, oder der Fehlglaube es könnten zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, oder, oder, oder…. (...)

Olav Bruns Sannum

Die Kommunale Alternative fängt den Ball auf, der zu Beginn des Planverfahrens Industriegebiet „Sannumer Straße Nord“ vom Bürgermeister und der Firma Kornkraft ins Feld geworfen wurde. Es sollte ursprünglich der ökologische Ansatz für Gebäude und Flächengestaltung verwirklicht werden, der angeblich von Fa. Kornkraft schon „gelebt“ wird. So wurde es den Huntloser Bürgern verkauft. Geblieben ist von diesen Versprechen nichts! Die relevanten ökologischen Festsetzungen im B-Plan-Vorentwurf weisen so große Hintertüren auf, da braucht sich der Bauwillige nicht anstrengen, um da wieder raus zu kommen.

Nun entdeckt die KA, dass man auf der Fläche doch ein Vorzeigeprojekt verwirklichen kann. (...) Was für eine Inkonsequenz. Kälte- und Lüftungsanlagen heizen die Umwelt auf. Mit welcher Energie werden die noch mal betrieben? Strom? Eine große Anzahl von Lkw fahren ein und aus. Mit welcher Energie werden die noch mal betrieben? Diesel? Ach ja. Fossil? (...)

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Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt seit November 2020 verbindlich den Einsatz erneuerbarer Energien für jeden Neubau vor. Das war auch vorher schon Standard durch das EEG. Sie kommen zu spät mit Ihrer Idee eines Vorzeige-Industriegebietes! (...)

Heike Loschinsky Sannum

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