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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Anliegern könnten teure Beiträge erspart bleiben

13.09.2019

Schierbrok /Gandereksee Beifallsbekundungen von Zuschauern sind im Sitzungssaal des Ganderkeseer Rathauses eigentlich nicht erwünscht – am Mittwochabend gab es sie aber im Ausschuss für Straßen und Verkehr: Anlieger des Brookweges in Schierbrok applaudierten Ausschussmitgliedern, die sich für einen provisorischen Ausbau der bisher unbefestigten Wohnstraße einsetzten. Und am Ende konnten sie die Sitzung mit der berechtigten Hoffnung verlassen, dass sich die politische Mehrheit in ihrem Sinne entscheiden wird, so dass ihnen hohe Anliegerbeiträge für eine Ersterschließung erspart bleiben.

Vor allem Arnold Hansen (Freie Wähler) warb für einen provisorischen Ausbau mit einer zweifachen Bitumenschicht – im Fachjargon: doppelte bituminöse Oberflächenbehandlung – und wies auf die hohen Kosten hin, die den Anliegern bei einem Vollausbau abverlangt würden: „Das ist nicht zumutbar!“ Da der Brookweg noch nicht ausgebaut wurde, müssten die Anrainer Erschließungsbeiträge zahlen – für viele wären das fünfstellige Summen.

Nur halb so teuer

Die Verwaltung hat schon mal grob die Kosten eines Erstausbaus errechnet: Es wären 380 000 Euro, von denen 270 000 Euro auf die Anlieger verteilt würden. Für die Gemeinde bliebe ein Eigenanteil von 110 000 Euro. Nur halb soviel, rund 56 000 Euro, würde ein provisorischer Ausbau kosten. Den müsste die Gemeinde zwar komplett bezahlen und es könnte auch leicht noch ein bisschen teurer werden – sie käme aber immer noch deutlich günstiger davon als beim Vollausbau. Dieser ist zwar im Fünf-Jahresplan für den Straßenausbau in der Gemeinde enthalten, könnte aber leicht wieder herausgenommen werden.

Das größte Problem – bei jeder Art von Ausbau – ist die Oberflächenentwässerung. Deshalb sei der Brookweg auch nicht mit dem nahen Forstweg vergleichbar, der 2018 mit einer doppelten Bitumenschicht befestigt wurde, erklärte Henning Kahl, Fachdienstleiter Tiefbau im Rathaus. Dort sei eine funktionierende Fahrbahnentwässerung vorhanden gewesen, Im Brookweg sei dies wegen der Höhenunterschiede und unzureichender Grabenpflege nicht so einfach möglich. Aber, so Kahl: „Wir kriegen es wassertechnisch gelöst.“

Ähnliche Fälle

Arnold Hansen wie auch Volker Schulz-Berendt (Grüne) forderten daraufhin einen Beschluss für den provisorischen Ausbau. Vertreter von FDP und CDU warnten indes vor einer schnellen Entscheidung – insbesondere mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle wie Philosophenweg und Roseggerweg in Stenum, Ohlenbuschweg und Hohenheider Weg in Bookholzberg oder den Brookdamm in Ganderkesee. „Auch dort wollen die Anlieger keinen teuren Ausbau“, sagte FDP-Sprecherin Marion Daniel, „wenn wir den Brookweg provisorisch ausbauen, müssen wir es auch anderswo machen.“ Sie bat um Zeit, um die Frage zu klären: „Wie gehen wir grundsätzlich damit um?“

Diese Zeit gibt es nun: Bis zur nächsten Sitzung des Fachausschusses am 27. November können die Fraktionen sich in der Frage orientieren. Und die Verwaltung wird bis dahin die genauen Kosten für einen provisorischen Ausbau des Brookweges ermitteln. Ganz im Sinne der Anlieger, so scheint es: „Der Tenor ist bei uns angekommen“, versicherte der Erste Gemeinderat Matthias Meyer abschließend.

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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