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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Schildkröten keine Gefahr“

14.08.2013
Die Suche nach einer mutmaßlichen Alligator-Schildkröte in einem bayrischen Badesee (bei Irsee) sorgt derzeit für Gesprächsstoff. Das Tier soll einen achtjährigen Jungen gebissen haben. Die NWZ  sprach dazu mit dem Vorsitzenden des Fuhrenkamp-Schutzvereins, Dr. Klaus Handke (55). Der Landschaftsökologe nimmt Stellung zur Problematik des Aussetzens von Schildkröten.
Frage: Herr Dr. Handke, wie beurteilen Sie den Fall in Bayern und dass anscheinend immer wieder Schildkrötenbesitzer ihre Tiere in freier Wildbahn aussetzen?

Dr. Klaus Handke: Das in Bayern ist sicherlich ein exotischer Sonderfall und muss erstmal genauer untersucht werden. Normalerweise sind Schildkröten ganz friedlebende Tiere, die nur in absoluten Ausnahmefällen, wenn jemand auf sie drauf tritt, zubeißen.

Frage: Haben Sie persönlich schon von Fällen aus der Umgebung gehört, bei denen Schildkrötenbesitzer ihre Tiere an Badeseen ausgesetzt haben?

Handke: Ich entdecke immer wieder Schildkröten in freier Wildbahn, an Seen oder städtischen Parkteichen. In Deutschland ist dies zumeist die nordamerikanische Buchstaben-Schmuckschildkröte, die auch den Winter in freier Wildbahn überleben kann. Zumeist sind die Tiere den Besitzern zu groß geworden oder das Interesse ist einfach verloren gegangen.

Frage: Welche Risiken gehen einher mit den freilebenden Schildkröten?

Handke: Für den Menschen besteht keine Gefahr. Aber natürlich können sie heimische Arten verdrängen, da sie zum Beispiel auch Kaulquappen fressen.

Frage: Was raten Sie den Besitzern, wenn die Schildkröten nicht mehr ins heimische Terrarium passen?

Handke: Sie sollten sich an Tierheime und zoologische Gärten wenden, die große Becken besitzen. Die Tiere sollten keinesfalls in der Natur ausgesetzt werden. Jeder Besitzer sollte sich im Vorfeld ausgiebig über die Haltung einer Schildkröte und ihre Größe informieren.

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Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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