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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schilder dienen der „Motivation“

12.04.2019

Schlutter Wenn Helmut Blauth mit seinem Hund an der Leine spazieren geht, dann muss der stellvertretende Vorsitzende der Kreisjägerschaft Oldenburg-Delmenhorst nach eigenen Angaben bisweilen „wüste Beschimpfungen“ über sich ergehen lassen – immer dann nämlich, wenn er andere Hundehalter, deren Tiere frei herumlaufen, auf den seit 1. April geltenden Leinenzwang aufmerksam macht. „Es gibt immer noch viele, die sich nicht daran halten“, sagt Blauth.

Hunde müssen an die Leine

Vom 1. April bis 15. Juli müssen Hunde zum Schutz wildlebender Tiere in der freien Landschaft an der Leine geführt werden. Ein ganzjähriger Leinenzwang, also auch außerhalb der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit, gilt im Hasbruch, im Bürsteler Fuhrenkamp, im Stenumer Holz, in den Gebieten „Großer Mittelhoop“ und „Kleiner Mittelhoop“ sowie im Hohenbökener Moor (nördlich des Hohenbökener Sees bis zur B 212) und im Marschgebiet Sannauer Helmer/Ochsenweide.

Die Jägerschaft leistet jetzt in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (Nabu) in Ganderkesee sichtbar Nachhilfe: Auf großen Schildern weisen sie auf den Leinenzwang hin und erklären auch, warum er in der Brut- und Setzzeit notwendig ist. Am Donnerstagmorgen waren Blauth, der auch Vizepräsident der Landesjägerschaft Niedersachsen ist, sowie Werner Stolle, Volker Kropik und Vorsitzender Hans Fingerhut von der Nabu-Ortsgruppe Ganderkesee auf dem Schlutterberg im Einsatz: Sechs dieser deutlich sichtbaren Schilder stellten sie an den Wegen auf, die von vielen Ganderkeseer Hundehaltern gern genutzt werden.

Im Gegensatz zu Helmut Blauth hat Hans Fingerhut den Eindruck, dass „die meisten Hundebesitzer einsichtig sind“. Die Schilder betrachtet er eher als „Motivation“, denn als Mahnung. Deshalb ist ihm auch der Erklärtext unter dem Symbolbild des angeleinten Hundes wichtig. „Jungtiere von Niederwild werden von ihren Elterntieren oft verlassen und nicht wieder angenommen, wenn sie den Hundegeruch wittern“, heißt es darin. „Vögel geraten in Panik, wenn sie einen Hund bemerken. Sie verlassen ihr Nest und geben oft das Gelege oder die Jungen ganz auf.“

Hans Fingerhut hat noch einige dieser Schilder zuhause stehen oder kann sie auf Wunsch anfertigen. Wer Interesse daran hat, sie aufzustellen, kann sich beim Nabu-Vorsitzenden (Telefon   04222/ 15 18) melden.

Aber nicht nur Störer auf vier Beinen gefährden nach Erkenntnissen von Nabu und Jägerschaft am Schlutterberg die Aufzucht der Jungtiere – sondern auch Halbstarke auf zwei oder vier Rädern: Motorrad- und Quadfahrer würden dort immer wieder beobachtet, wissen Fingerhut und Kropik. Mit röhrenden Motoren rasen sie über die Wege und testen ihre Fähigkeiten auch in der dort befindlichen Sandkuhle, die seit Jahren der Natur überlassen ist. „Ruhe für die Kinderstube der Rebhühner“ steht deshalb auf einem weiteren Schild unmittelbar an der Sandkuhle, die als eines der wenigen verbliebenen Rückzugsgebiete für die immer seltener werdenden Rebhühner gilt. Ob das hilft? 

Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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