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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schnabelknospe hängt  am Haken

13.10.2012
NWZonline.de NWZonline 2015-07-23T18:13:19Z 280 158

Kunstwerk:
Schnabelknospe hängt  am Haken

Hude Wolf E. Schultz schiebt noch einmal die Transportgurte zurecht, ruckelt an seinem Kunstwerk und prüft, ob alles fest sitzt. Dann gibt der Kirchhatter Transportunternehmer Volker Behrends das Kommando, und sein Sohn Tim, der auf der Ladefläche des Lastwagens steht, setzt den Kranarm in Bewegung: Wenig später schwebt die 750 Kilogramm schwere „Schnabelknospe“, so der Titel des Kunstwerks, durch die Luft.

Vater und Sohn Behrends bringen die drei Meter hohe Bronzeplastik von Schultz’ Atelier am Ladillenweg in Hude sicher nach Bremen. Dort wird das Werk an diesem Sonnabend um 16 Uhr an seinem neuen Standort im Eingangsbereich des Naturerlebniszentrums „Botanika“ (Deliusweg 40) enthüllt. Bevor Vertikalseil-Artistin Anna Abrams aus der renommierten Londoner Zirkusschule „The Circus Space“ den feierlichen Akt vornimmt, halten die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Marieluise Beck, und Jürgen Weichardt, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Kunst im Verband der Oldenburgischen Landschaft, Ansprachen.

Die „Schnabelknospe“ ist die Weiterentwicklung des von Schultz gestalteten Kunstwerkes „Schnabelkeimling“, das 2010 vor dem Kreishaus in Wildeshausen von Metalldieben zerstört worden ist.

„Formen der Natur begeistern mich seit frühester Kindheit“, sagt der 72-Jährige. Mit der „Schnapelknospe“ hat der Bildhauer aber nicht nur ein organisch wachsendes Werk geschaffen, sondern nach eigenem Bekunden auch ein Zeichen gegen den rechten Terror und Gewalt.

Beim grünen Wissenschaftszentrum „Botanika“ findet die „Schnabelknospe“ einen optimalen Standort. Das Kunstwerk soll inhaltliche Fortsetzung des „Gartens der Menschenrechte“ sein: Auf Bronzebändern sind entlang der Bremer Parkwege die 30 Artikel der UN-Menschenrechtskonvention verewigt.

Die Enthüllung der „Schnabelknospe“ wird vom preisgekrönten Filmemacher Markus F. Adrian begleitet. Er dreht über Schultz eine Kurz-Dokumentation.

Bildhauer Wolf E. Schultz stammt aus Swinemünde, Regisseur Adrian aus Greifswald. „Ich kenne ihn schon sehr lange und erinnere mich, wie er bereits als Kind unglaublich kreativ mit der Kamera umging. Ich freue mich sehr, dass ich ihn für das Projekt gewinnen konnte“, sagt Schultz.


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